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Deutschland / Welt So will Dulig der AfD die Stirn bieten
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13:36 24.01.2019
Martin Dulig ist Landesvorsitzender der sächsischen SPD. Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und SPD-Chef Martin Dulig gibt sich wenige Monate vor der Landtagswahl kämpferisch. Die Koalition mit der CDU sei eine Erfolgsgeschichte und frühere AfD-Wähler würden sich inzwischen anders entscheiden. Dulig bleibt gelassen bei dem Thema. „Alle haben Angst vor der AfD. Ich nicht. Die AfD ist wie der nackte Kaiser, der eigentlich gar nichts an hat“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Dulig setzt darauf, dass viele Menschen, die bei der letzten Bundestagswahl ihr Kreuzchen bei der AfD gemacht haben, sich zur Landtagswahl im September anders entscheiden. „Denn auch ein AfD-Wähler muss sich in der Wahlkabine fragen, was will ich denn eigentlich, was ist mir wichtig? Will ich weiterhin den professionellen Angstmachern auf den Leim gehen?“

„Wie es hier bei uns in Sachsen weitergeht“

Bei der Landtagswahl in Sachsen gehe es nicht um Abrechnung oder Angstmacherei, sondern um wichtige Themen wie bessere Zugverbindungen, genügend Erzieher in der Kita, ausreichend Ärzte auf dem Land, Themen wie Pflege und Rente. „Mir fallen viele Themen ein, die wichtiger sind als die, die die AfD angeblich präsentiert. Sie suggeriert doch, dass an allem die Flüchtlinge oder Frau Merkel Schuld sind“, sagte Dulig. Eine Landtagswahl sei aber keine kleine Bundestagswahl, sondern es gehe um ganz konkrete Dinge, „wie es hier bei uns in Sachsen weitergeht.“

In einer aktuellen Wahlumfrage liegt die CDU in Sachsen derzeit mit 29 Prozent der Zweitstimmen vier Prozentpunkte vor der AfD (25 Prozent). Die SPD kommt demnach auf 10 Prozent. Dulig warb dafür, nicht nur die aktuelle Situation hochzurechnen: „Ich gehe davon aus, dass es uns gelingen kann, am 1. September eine Mehrheit für die aktuelle Regierungskoalition zu bekommen.“ Das wichtigste Ziel sei, stabile und demokratische Verhältnisse in Sachsen zu behalten.

„Koalition auf Augenhöhe“

Dulig sprach in der Zusammenarbeit zwischen CDU und SPD von einer „Koalition auf Augenhöhe“. 2018 habe es eine „richtig gute Bilanz“ gegeben, so Dulig – und verwies auch auf den mit 41,2 Milliarden Euro bisher größten Doppelhaushalt in der Geschichte des Freistaates. „Weil mit Michael Kretschmer und mir zwei Leute zusammen gekommen sind, die etwas verändern wollen und am selben Ende des gleichen Strickes ziehen“.

Von RND/dpa

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