Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Kulturschaffende fordern in Brandbrief Seehofers Rücktritt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Kulturschaffende fordern in Brandbrief Seehofers Rücktritt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 21.09.2018
Hugo Egon Balder, Schauspieler und Entertainer, hat den Brief mit der Forderung, Seehofer solle zurücktreten, ebenfalls unterschrieben. Quelle: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Zahlreiche Kulturschaffende fordern den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). „Seehofer beschädigt die Werte unserer Verfassung“, heißt es in dem Aufruf, zu dessen Initiatoren der Dramatiker Moritz Rinke gehört. „Sein Verhalten ist provozierend, rückwärtsgewandt und würdelos gegenüber den Menschen. So verstellt er den Weg in eine zukunftsfähige deutsche Gesellschaft.“ Seehofer einige das Land nicht, er spalte es.

„Wir sind entsetzt“ heißt es in dem Schreiben mit dem Titel „Würde, Verantwortung, Demokratie“. Auf der Liste der Erstunterzeichner stehen viele prominente Namen. Darunter: Enthüllungsjournalist Günter Wallraff und Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Schauspieler wie Peter Lohmeyer, Jochen Busse, Burghart Klaußner, Meret Becker und Hugo Egon Balder, die Musikerin Inga Humpe, Filmemacher wie Emily Atef, Andres Veiel und Dietrich Brüggemann sowie Autorinnen wie Judith Schalansky, Ronja von Rönne und Terezia Mora. 290 Menschen sollen unterschrieben haben.

Künstler werfen Seehofer Bagatellisierung der Vorfälle von Chemnitz vor

Die Kulturschaffenden zeigen sich entsetzt darüber, „dass der Bundesinnenminister fortwährend die Arbeitsfähigkeit der Bundesregierung sabotiere und dem internationalen Ansehen des Landes schadet; dass er die Migrationsfrage zur „Mutter aller politischen Probleme“ erklärt und damit 18,6 Millionen Menschen, die mit migrantischen Wurzeln in Deutschland leben, in Geiselhaft nimmt und als eine Ursache dieser „Probleme“ hinstellt“.

Der Brief wirft Seehofer zudem vor, dass er die rassistischen und kriminellen Übergriffe bei der Chemnitzer Demonstration bagatellisiere. Und: „Seine enthemmten Bierzeltreden und unschlüssigen Pressekonferenzen tragen maßgeblich dazu bei, dass sich der Ton der politischen Auseinandersetzung in diesem Land öffentlich verschärft – und dass dadurch auch die AfD ihre rechtspopulistische und rechtsradikale Entgleisungsrhetorik immer weitertreibt.“

Die Forderung am Ende des Aufrufs lautet: „Seehofer sollte – noch vor der Landtagswahl in Bayern – vom Amt des Bundesinnenministers zurücktreten.“ In Bayern wird am 14. Oktober gewählt.

Von RND/dpa/ngo

Die bayerische SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen hat die SPD-Minister im Kabinett aufgefordert, gegen die Beförderung von Maaßen zu stimmen. SPD-Chefin Nahles hatte die Personalie mitgetragen. Nun gibt es erste Zeichen der Entspannung im SPD-internen Streit.

21.09.2018

Gegen die Rodung des Hambacher Waldes gibt es massiven Widerstand in der Bevölkerung. Bei Maybrit Illner verteidigt RWE-Chef Schmitz aber das Vorhaben. Ein Verzicht würde das Unternehmen Milliarden kosten, sagt er.

21.09.2018

Die AfD ist im „Deutschlandtrend“ erstmals zweitstärkste Partei und kommt auf ihren bisher besten Wert überhaupt. Die Union dagegen stand seit Bestehen der Umfrage noch nie so schlecht da.

21.09.2018