Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Kujat: Aufgestocktes Afghanistan-Mandat „dient nur der Beruhigung unserer Politiker"

Berlin Kujat: Aufgestocktes Afghanistan-Mandat „dient nur der Beruhigung unserer Politiker"

Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr warnt: Merkel darf Erdogan zur Syrien-Intervention nicht den Arm reichen.

Voriger Artikel
Schweden führt Passkontrollen an Grenzen ein
Nächster Artikel
Zschäpe-Aussage nicht vor 8. Dezember

Der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat.

Quelle: imago/ Müller- Stauffenberg

Berlin . Als einen „Versuch zur Beruhigung der Nerven unserer Politiker“ bezeichnet der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, die beabsichtigte Erhöhung der Ausbildungskomponente der Bundeswehr in Afghanistan. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland RND sagte Kujat, der entscheidende Fehler der Nato sei gewesen, „abrupt umzuschalten von dem Einsatz mit Kampfauftrag zur reinen Ausbildungsunterstützung“. Tatsächlich sollte die Nato den Mut haben, für eine Übergangsphase von „mindestens zwei Jahren“ zweigleisig zu fahren, also bei der Ausbildung der afghanischen Truppen zu helfen und „eine Feuerwehr-Komponente mit einem Kampfverband bereit zu halten“. Ob und wie die Bundeswehr dabei gefragt sei, hinge von deren tatsächlichen Möglichkeiten ab.

Zugleich warnte Kujat die Bundeskanzlerin entschieden davor, der Türkei im Gegenzug zu türkischem Wohlverhalten in der Flüchtlingsfrage militärpolitische Zugeständnisse für deren geplante Aktionen gegen das autonome Kurdengebiet zu machen. „Eine Unterstützung der nationalen Politik der Türkei zur Verhinderung eines separaten Kurdenstaates wäre ein schwerer Verrat an der Nato als demokratischer Wertegemeinschaft“, sagte Kujat. Eine Unterstützung durch die Nato  hätte „im Ergebnis viel schwerwiegendere Folgen“ als der mögliche Beitrag der Türkei bei der Bewältigung der Flüchtlingsfrage. „Die Nato darf Präsident Erdogan für seine Eroberungspolitik nicht den Arm reichen“, sagte Kujat.

Erdogan hatte mit Blick auf den bevorstehenden G-20-Gipfel am Wochenende in Antalya die Kurden in Syrien davor gewarnt, ihr Einflussgebiet entlang der türkischen Grenze weiter in Richtung Westen auszuweiten. „Es wird niemandem erlaubt, zum Westufer des Euphrat vorzustoßen“, hatte Erdogan erklärt. Rund 11 000 türkische Soldaten sollen sich bereits entlang der Grenze zu Syrien aufgestellt haben.

Dieter Wonka

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung

Termine

Alle Veranstaltungen in Peine, Gifhorn, Wolfsburg und Hannover

PAZ E-Paper-App

Die Peiner Allgemeine Zeitung für Tablets und Smartphones

Probeabo

Zwei Wochen lang täglich kostenlos die PAZ lesen

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr