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Deutschland / Welt „Künstliche Intelligenz betrifft uns alle“
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05:01 20.07.2018
Gastautorin Lena-Sophie Müller: „die Breite der Gesellschaft mitnehmen“. Quelle: D 21
Berlin

Künstliche Intelligenz, kurz KI, macht große Fortschritte und begleitet viele von uns schon heute – etwa bei Anwendungen unseres Smartphones. Der Trend zu KI wird durch Sprach- und andere Technologien weiter zunehmen und erlaubt individuellere und vorausschauende Angebote und Dienste. Die Technik birgt viele Chancen für unsere Gesellschaft: KI wird neue Berufsbilder schaffen, die Interaktionen zwischen Mensch und Maschine revolutionieren und kann uns an vielen Stellen das Leben erleichtern.

Für viele Menschen ist künstliche Intelligenz aber abstrakt, schwer greifbar und ruft Skepsis hervor. Die Studie D21-Digital-Index zeigt, dass digitalaffine Menschen offener gegenüber Innovationen wie etwa dem Sprachassistenten Alexa oder dem autonomen Fahren sind als solche, die bislang wenig Kontakt mit neuen Technologien hatten. Es gilt also, die Breite der Gesellschaft mitzunehmen.

Die KI-Debatte darf keine Fachdebatte bleiben. Sie muss anhand konkreter Praxisbeispiele greifbar werden. Künstliche Intelligenz betrifft uns alle und erfordert neue ethische Bewertungen, beispielsweise, wenn Assistenzroboter zukünftig ältere Menschen unterstützen. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, aber auch Medien haben die Aufgabe, differenziert und chancenorientiert über künstliche Intelligenz aufzuklären.

Insbesondere die Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Wirtschaft tragen große Verantwortung, künstliche Intelligenz zum Vorteil der Gesellschaft zu gestalten. Es ist richtig, dass sich Regierung und Parlament nun intensiv mit dem Thema beschäftigen. Wir können nur verantwortungsvoll gestalten, was wir auch verstehen.

Lena-Sophie Müller ist Geschäftsführerin der Initiative D21, eines Netzwerks aus Wirtschaft und Politik, dass sich der Digitalisierung der Gesellschaft verschrieben hat.

Von Lena-Sophie Müller

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