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Deutschland / Welt Ein Zeichen aus Ankara
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20:59 05.09.2018
Recep Tayyip Erdogan (links) trifft mit Heiko Maas zusammen. Quelle: dpa
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Ankara

Händeschüttelnd sind sich soeben in der Türkei zwei Politiker begegnet, die einander nicht besonders leiden können: Recep Tayyip Erdogan, der selbstherrliche Machtmensch, empfing Heiko Maas, einen sensiblen Juristen, vormals Justizminister, den es schüttelt, wenn er an die zu Unrecht weggesperrten Kritiker des türkischen Präsidenten denkt.

Doch so ist das in der Welt der Diplomatie. Jede Bemühung darum, dass sich irgendetwas bessert, beginnt damit, dass man miteinander redet. Für außenpolitische Profis ist klar: Schon allein im Termin für den deutschen Außenminister beim ranghöheren türkischen Präsidenten lag ein bemerkenswertes Zeichen aus Ankara. Die Türkei ist an besseren Beziehungen interessiert, sie kommt den Deutschen sogar ein paar Schritte entgegen.

Auch ein wieder etwas freundlicher auftretender Unrechtsstaat bleibt ein Unrechtsstaat. Immerhin aber scheint jetzt ein Punkt erreicht zu sein, an dem beide Seiten daran arbeiten, dass sich die Beziehungen nicht mehr verschlechtern. Die Türkei könnte sich dies ökonomisch auch gar nicht leisten. Die Lira stürzt ab, Investoren fliehen, eine Finanzkrise droht. Erdogan braucht jetzt Berlin, und er braucht die EU. Denn er ist auf jemanden gestoßen, der auch in der Türkei noch ein bisschen mehr Macht hat als er selbst: Adam Riese.

Von Matthias Koch

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