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Deutschland / Welt König Felipe kritisiert Katalanen
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08:47 04.10.2017
Der spanische König Felipe VI. Quelle: dpa
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Madrid

Die Regionalregierung von Carles Puigdemont könnte nach dem Sieg des „Ja“-Lagers bei einem umstrittenen Referendum am Sonntag schon in den nächsten Tagen die Loslösung von Spanien ausrufen. Barcelona hatte das Referendum ungeachtet eines Verbots durch das Verfassungsgericht und auch gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid abgehalten.

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Freiwillige Wahlhelfer zählen in einem Wahllokal in Barcelona die Stimmen beim Referendum in Katalonien mit Hilfe von Handy-Taschenlampen aus.

Die Regionalregierung bewege sich „außerhalb des Gesetzes“ und habe Katalonien mit ihren Aktionen entzweit, sagte Felipe. „Es sind schwierige Zeiten, aber wir werden sie überwinden und vorwärtskommen“, sagte das 49 Jahre alte Staatsoberhaupt. Allen Spaniern wolle er „eine Botschaft der Ruhe und der Hoffnung“ übermitteln. Ohne demokratischen Respekt gebe es kein friedliches Zusammenleben. Es liege in der „Verantwortung des Staates, die verfassungsmäßige Ordnung sicherzustellen.“

Nachdem es schon am Sonntag große Kundgebungen für Unabhängigkeit gegeben hatte, gingen am Dienstag erneut Hunderttausende Separatisten in ganz Katalonien auf die Straßen. Im Rahmen eines von Gewerkschaften und anderen Organisationen ausgerufenen Generalstreiks protestierten sie gegen den harten Einsatz der von Madrid entsandten Polizeieinheiten während des Referendums. Diese hatten den Auftrag, die Abhaltung der Abstimmung zu verhindern. Nach amtlichen Angaben wurden knapp 900 Bürger verletzt.

Von RND/dpa

Cem Özdemir reagierte prompt auf die Rede des Staatsoberhauptes. „Der Bundespräsident fordert de facto ein Einwanderungsgesetz - da stimme ich ihm zu“, sagte der Grünen-Chef dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Begriff Heimat dürfe nicht mehr den Rechtspopulisten überlassen werden.

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