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Deutschland / Welt Kölnerin verkauft Kinderpuppen im Salafisten-Look
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19:34 23.08.2018
Kinderpuppen mit Vollverschleierung werden über das Internet vertrieben. Quelle: epd
Berlin

Die Welt von Barbie, Ken und Superman gilt als harmlos. Nun aber gibt es eine neue, eine gefährliche Art von Kinderpuppen. Über Internet-Netzwerke werden in Deutschland Puppen im Salafisten-Look zur Indoktrination von Kleinkindern vertrieben.

„Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz stellt bereits seit längerer Zeit fest, dass in sozialen Netzwerken Produkte für Kinder angeboten werden, die den rückwärtsgewandten Salafismus symbolisieren. Dazu gehören auch solche Puppen“, bestätigte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Nach Recherchen des WDR sitzt die Herstellerin und Vertreiberin der Puppen in Köln.

Einstieg in die extremistische Ideologie

Rechtlich gebe es gegen den Vertrieb der Puppen keine Handhabe, so das Innenministerium. „Obwohl nicht alle diese Produkte extremistisch sind, halten wir sie trotzdem für gefährlich“, so das Ministerium. „Sie ermöglichen den niedrigschwelligen Einstieg in diese extremistische Ideologie.“

Die gesichtslosen Puppen werden nach WDR-Informationen zum Teil unter dem Namen „Jundullah“ (Soldaten Gottes) vertrieben. Die Frauenpuppen seien vollverschleiert. Die Herstellerin schreibe auf Facebook, Ziel sei es, „dass unsere kleinen Löwen und Löwinnen bereits beim Spielen die natürliche Schamhaftigkeit kennenlernen“.

Gefahr für demokratische Gesellschaft

„Das ist der Nährboden, der zur Abschottung und Ablehnung westlicher Werte und damit auch zu einer Radikalisierung führt“, kommentierte das NRW-Innenministerium. „Hier entwickelt sich eine Gefahr für unsere demokratische Gesellschaft.“ Wer hinter der Puppenproduktion steckt, teilten die Verfassungsschützer nicht mit.

Der NRW-Verfassungsschutz hatte bereits im Juni vor radikalisierten Müttern gewarnt, die mit ihren Kindern aus Salafisten-Kampfgebieten zurückgekehrt sind. Sie seien eine wachsende Gefahr. Etwa 3000 von bundesweit rund 11.000 Salafisten leben in NRW.

Von RND/dpa

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