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Deutschland / Welt Kabinett weitet Bundeswehreinsätze aus
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22:07 07.03.2018
Im afrikanischen Krisenstaat Mali können laut dem neuen Mandatsentwurf 1100 deutsche Soldaten an der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des Landes teilnehmen. Quelle: dpa
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Berlin

Dem Mandatsentwurf zufolge ändern sich die Aufgaben deutscher Soldaten im Einsatz der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) im Irak deutlich.

Während die Ausbildung der kurdischen Peschmerga im Nordirak Ende April endet, sieht das neue Mandat vor, dass die Bundeswehr künftig irakische Streitkräfte im ganzen Land ausbildet und dabei auch die Regierung in Bagdad berät. Die Tornado-Aufklärungsflugzeuge sowie Tankflugzeuge bleiben im Einsatz. Die Obergrenze für diese Missionen wird von derzeit bis zu 1350 auf bis zu 800 reduziert.

In Afghanistan sollen laut Entwurf künftig mehr Soldaten eingesetzt werden können, um die Ausbilder beim Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte zu schützen. Anstatt bei 980 liegt die Obergrenze künftig demnach bei 1300 Soldaten. Im afrikanischen Krisenstaat Mali können laut dem neuen Mandatsentwurf 1100 deutsche Soldaten an der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des Landes teilnehmen - 100 mehr als bisher. Dieser Einsatz gilt als der derzeit gefährlichste der Bundeswehr.

Um ein Jahr verlängert werden sollen die deutsche Beteiligung an den UN-Missionen in der sudanesischen Krisenregion Darfur und im Südsudan sowie die Beteiligung der Bundeswehr am Anti-Terror-Einsatz der Nato im Mittelmeer. Nach dem Kabinett muss noch der Bundestag über die Mandate abstimmen.

Von epd/RND

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