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Deutschland / Welt Innenminister erklärt Terror-Zelle für zerschlagen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Innenminister erklärt Terror-Zelle für zerschlagen
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14:59 19.08.2017
Spaniens Innenminister Juan Ignacio Zoido (l) ist sich sicher: „Wir können sagen, dass die Zelle von Barcelona total zerschlagen ist“, sagte er am Samstag vor Journalisten. Quelle: imago/Agencia EFE
Barcelona

Nach den Anschlägen in Barcelona und Cambrils hat die spanische Polizei die Terrorzelle nach eigener Einschätzung zerschlagen. Das erklärte der spanische Innenminister Juan Ignacio Zoido am Samstag und kündigte an, die Terrorwarnstufe für das Land bleibe unverändert. Es gebe keine Bedrohung durch einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag. Dennoch wurde nach weiteren Verdächtigen gesucht.

Nach vorläufigen Erkenntnissen plante eine Terrorzelle von mindestens neun Extremisten die Angriffe von Barcelona und Cambrils, die insgesamt 14 Menschen das Leben kosteten. Die fünf von Einsatzkräften erschossenen Verdächtigen wurden identifiziert. Vier Menschen wurden festgenommen.

Ermittler fahnden nach dem Anführer

Die Suche konzentriere sich auf einen 22 Jahre alten Marokkaner, erklärte Polizeisprecher Albert Oliva. Spanische Medien berichteten, er sei der mutaßliche Anführer der Terrorzelle und habe den Lieferwagen in Barcelona gefahren. Der Marokkaner stammt wie mehrere weitere Verdächtige aus Ripoll, einer Kleinstadt rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona. Dort wurden Wohnungen und das Haus eines Imams durchsucht, wie Nachbarn erklärten.

Beamte durchsuchten am Samstag zwei Busse in Girona und Garrigàs und prüften Verbindungen der Mitglieder der Terrorzelle untereinander. Neue Erkenntnisse lieferten die Einsätze nicht, wie die Polizei mitteilte.

Frankreich kontrolliert schärfer an der Grenze

Die französische Polizei verstärkte die Grenzkontrollen für Reisende aus dem Nachbarland. Bis Samstagmorgen habe es keine Festnahmen gegeben, verlautete aus französischen Sicherheitskreisen. Solche Kontrollen an der sonst geöffneten Grenze seien normal, wenn Partnerländer auf ein mögliches Sicherheitsrisiko hinwiesen.

Ein anderes Mitglied der Sicherheitskräfte erklärte, die spanischen Behörden suchten nach einem Minivan, der offenbar von einem Terrorverdächtigen in Spanien gemietet worden sei. Der Wagen habe möglicherweise die Grenze nach Frankreich überfahren.

Alcanar war das Planungszentrum der Zelle

In der Ortschaft Alcanar, wo die Anschläge offenbar geplant wurden, brachte die Polizei Sprengsätze kontrolliert zur Explosion. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Attentäter in einem gemieteten Haus im Ort einen weitaus größeren Anschlag planten. Dort gelagerte Gasflaschen seien dann jedoch offenbar versehentlich explodiert. Dabei wurde ein Mensch getötet.

Ursprünglich war die Polizei in Alcanar von einem Unfall ausgegangen, durchsuchte dann aber erneut das Grundstück. So sollten DNA-Tests durchgeführt werden, um zu ermitteln, ob bei der Explosion möglicherweise noch ein zweiter Mensch getötet wurde.

Von RND/ap/dpa

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