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Deutschland / Welt Immer weniger Menschen sterben durch Suizid, Alkohol oder Drogen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Immer weniger Menschen sterben durch Suizid, Alkohol oder Drogen
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08:00 13.02.2019
Alkohol fordert immer weniger Todesopfer. Quelle: Daniel Naupold/dpa
Berlin

Die Zahl der Toten durch Suizid sowie als Folge von Alkohol- oder Drogenkonsum ist in Deutschland seit Beginn der Neunzigerjahre deutlich zurückgegangen.

Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt und an diesem Mittwoch veröffentlicht wird.

Im Fokus der Untersuchung steht die Altersgruppe der 50- bis 54-Jährigen. Demnach lag die Zahl der Sterbefälle durch Suizide und Todesursachen, die mit Alkohol oder Drogen zusammenhängen, pro 100.000 Einwohner im Jahr 1991 bei 71. Im Jahr 2015 waren es 39,5 entsprechende Sterbefälle gewesen.

In den USA verdoppeln sich entsprechende Fälle

Mit Suiziden sowie Todesfällen in Zusammenhang mit Drogen oder Alkohol beschäftigten sich die DIW-Forscher vor dem Hintergrund von Studien für die Vereinigten Staaten.

In den USA hatte sich die Zahl der Fälle, die im Fachjargon „Deaths of Despair“ („Tod aus Verzweiflung“) genannt werden, bei Menschen mittleren Alters seit Beginn der Neunzigerjahre mehr als verdoppelt.

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„Uns hat interessiert, ob es in Deutschland Bevölkerungsgruppen gibt, für die wir ein ähnliches Phänomen wie in den USA beobachten können“, sagte Studienautorin Julia Schmieder dem RND.

„Obwohl es Bevölkerungsgruppen gibt, die große Veränderungen in ihren Lebensumständen erfahren haben, etwa Menschen in Ostdeutschland durch die Wiedervereinigung, finden wir keine Anhaltspunkte dafür.“

Höhere Sterblichkeitsrate bei ostdeutschen Männern

Laut DIW sind die Zahlen der „Deaths of Despair“ zwischen 1991 und 2015 bei ostdeutschen Männern um circa 55 Prozent zurückgegangen, bei ostdeutschen Frauen sogar um etwa 58 Prozent.

In Westdeutschland gingen die Zahlen für Frauen um etwa 45 Prozent zurück und für Männer um circa 39 Prozent.

Der Studie zufolge beziehen sich die Veränderungen sich jedoch auf unterschiedliche Niveaus: Die Zahlen bei ostdeutschen Männern lagen Anfang der 1990er deutlich höher als bei westdeutschen Männern.

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Nach der Wiedervereinigung fiel die Sterberate für ostdeutsche Männer schneller und der Ost-West-Unterschied wurde zunehmend kleiner.

Seit der Jahrtausendwende stagniere die Angleichung in den Sterberaten jedoch und eine anhaltende höhere Sterblichkeit von ostdeutschen Männern verbleibe bis heute, so die DIW-Forscher. Ein bedeutender Faktor sind hierbei häufigere Todesfälle durch alkoholbedingte Lebererkrankungen in Ostdeutschland.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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