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Deutschland / Welt Hungerstreik: Palästinensische Terroristen im Krankenhaus
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15:26 24.05.2017
Junge Araber halten in Beirut, Libanon, Fahnen in die Höhe, als Solidaritätsbekundung für gefangene Terroristen in Israel, die sich im Hungerstreik befinden. Quelle: AP
Ramallah

In den Tagen zuvor seien es Dutzende weitere gewesen. Ihr Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. Rund 1000 wegen terroristischer Taten inhaftierte Häftlinge befinden sich noch im Hungerstreik.

Sie verweigern seit dem 17. April aus Protest die Nahrungsaufnahme. Der Hungerstreik wurde von dem palästinensischen Terror-Chef und vielfachen Mörder Marwan Barguti initiiert.

Die Palästinenser protestieren mit dem Hungerstreik unter anderem gegen die sogenannte Administrativhaft. Dabei werden die Betroffenen für Zeiträume von jeweils sechs Monaten, die beliebig oft verlängert werden können, ohne Anklage „aus Sicherheitsgründen“ festgehalten.

Insgesamt sollen rund 6300 Terroverdächtige in Haft sitzen. Am Montag hatten im Westjordanland aus Solidarität mit den Gefangenen die Menschen die Arbeit niedergelegt, Busse fuhren nicht, Schulen blieben geschlossen.

Israel hat im Sommer 2015 ein Gesetz verabschiedet, wonach Gefangene, die als Terroristen gelten, während eines Hungerstreiks zwangsernährt werden dürfen. Doch auch diese Maßnahme hat Proteste von arabischer Aktivisten hervorgerufen.

Von RND/dpa