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Deutschland / Welt Anschlag in Bottrop und Essen – Haftbefehl gegen Autofahrer
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15:57 02.01.2019
Polizisten laufen hinter Absperrband auf dem Berliner Platz: Ein Autofahrer hatte hier in der Silvesternacht seinen Wagen gezielt in eine Fußgängergruppe gesteuert. Quelle: Marcel Kusch/dpa
Bottrop

Nach einem Anschlag mit einem Auto im Ruhrgebiet ist Haftbefehl wegen mehrfachen versuchten Mordes gegen einen 50-jährigen Mann aus Essen erlassen worden. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Der Mann soll seinen Wagen auf seiner Fahrt in Bottrop und in Essen bewusst mehrfach auf feiernde Menschen zugesteuert haben. Dabei verletzte er insgesamt acht Menschen. Staatsanwaltschaft und Polizei sprachen von einem „gezielten Anschlag“.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte dem Sender WDR5, bislang habe die Polizei keinen Ansatzpunkt gefunden, „dass dieser Mann irgendwelche Verbindungen hat oder dass er selber in irgendwelchen rechtsradikalen Kreisen sich bewegt“. Es scheine, dass der mutmaßliche Täter „aus einer persönlichen Betroffenheit und Unmut heraus dann Hass auf Fremde entwickelt hat“. Allerdings bräuchten die polizeilichen Ermittlungen noch Zeit.

Der 50-Jährige hatte sein Auto in der Silvesternacht in Bottrop und Essen mehrfach in Menschengruppen gesteuert und dabei acht Menschen verletzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er aus Fremdenhass handelte. Reul hatte am Dienstag nach den ersten Vernehmungen des Festgenommenen erklärt: „Es gab die klare Absicht von diesem Mann, Ausländer zu töten.“ Er habe das Auto in Bottrop und Essen bewusst in Menschengruppen gesteuert, die überwiegend aus Ausländern bestanden. Unter den Verletzten sind Syrer und Afghanen.

Lesen Sie auch: Hass, Schizophrenie und Hartz IV: Das ist über den Attentäter von Bottrop bekannt

Die Ermittler gaben an, dass sie „erste Informationen über eine psychische Erkrankung des Fahrers“ hätten. Der mutmaßliche Täter stamme aus Essen und sei bei der Polizei bislang nicht in Erscheinung getreten, hieß es. Reul zufolge war der Mann in der Vergangenheit in Behandlung.

Von RND/dpa/ngo

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