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Deutschland / Welt Großbritannien untersucht frühere Todesfälle erneut
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Großbritannien untersucht frühere Todesfälle erneut
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15:03 14.03.2018
Insgesamt 14 Todesfälle in Großbritannien sollen neu aufgerollt werden. Man will klären, ob auch bei ihnen russische Beteiligungen zu vermuten sind. Quelle: AP
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London/Moskau

Die Todesfälle, die neu untersucht werden sollen, reichen teils mehr als zehn Jahre zurück. Darunter sind auch prominente Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, etwa der Oligarch Boris Beresowski.

Ein Vertrauter Beresowskis, der Geschäftsmann Nikolai Gluschkow, wurde jetzt tot in seinem Haus in London entdeckt. Die Todesursache war am Dienstag noch unklar. Die Anti-Terror-Polizei übernahm aber vorsichtshalber die Ermittlungen. Unter anderem hatte Gluschkow für die russischen Großkonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. 2004 war er zu drei Jahren und drei Monaten Haft nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl. Im Fall Gluschkow sieht die Polizei aber derzeit keine Verbindung zu dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter.

Russland will britisches Ultimatum verstreichen lassen

Am Dienstag teilte die russische Botschaft in London mit, dass Moskau die britischen Forderungen zur Aufklärung des Anschlags auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal so lange ignorieren will, bis es Proben des dabei verwendeten Nervengifts erhält Zuvor hatte Russland bereits erklärt, London sei zur Freigabe solcher Proben verpflichtet. Großbritannien weist das zurück.

Der in Russland wegen Spionage verurteilte Skripal und seine Tochter waren Anfang März bewusstlos in Salisbury gefunden worden und befinden sich seitdem in kritischem Zustand. Sie seien mit dem Nervengift Nowitschok angegriffen worden, das gegen Ende des Kalten Krieges in der Sowjetunion entwickelt wurde, hieß es. Die britische Premierministerin Theresa May sagte, es sei „höchstwahrscheinlich“, dass das Nervengift aus Russland stamme. Sie forderte die russische Regierung auf, bis Dienstag um Mitternacht zu erklären, wie das Gift nach Großbritannien gelangen konnte. Andernfalls werde London Gegenmaßnahmen ergreifen.

Von RND/dpa

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