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Deutschland / Welt FBI: Bomben hätten explodieren können
Nachrichten Politik Deutschland / Welt FBI: Bomben hätten explodieren können
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22:01 26.10.2018
Die Polizei in New York entfernt eine der gefundenen Bomben. Quelle: AP
Washington

Die an prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump verschickten Rohrbomben waren nach Erkenntnissen von Ermittlern keine Attrappen. Die Sprengsätze enthielten Materialien, die reagieren und eine Explosion auslösen könnten, sagte FBI-Direktor Christopher Wray am Freitag. Die 13 sichergestellten Sprengvorrichtungen seien in ähnlicher Weise montiert worden. Stunden zuvor hatte Trump das Wort Bomben noch in Anführung geschrieben, als er sich auf Twitter zu den Vorgängen äußerte.

Seit Montag sind immer neue Rohrbomben sichergestellt worden. Adressiert waren sie unter anderem an Ex-Präsident Barack Obama, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, den Fernsehsender CNN sowie Politiker der US-Demokraten, die als mögliche Herausforderer Trumps bei den Wahlen 2020 gelten. Zuletzt zogen Ermittler am Freitag eine verdächtige Sendung an die demokratische Senatorin Kamala Harris aus dem Verkehr.

Kurz zuvor war in Florida ein 56-Jähriger festgenommen worden. Er ist vorbestraft, als Republikaner eingetragen, ein eifriger Unterstützer Trumps und hat im Internet Verschwörungstheorien verbreitet.

Dem Mann werde unter anderem das Verschicken von Sprengstoff mit der Post vorgeworfen, sagte Justizminister Jeff Sessions. Offenbar handle es sich um einen „Parteigänger“. Insgesamt gebe es fünf Anklagepunkte. Dem Verdächtigen drohten bis zu 58 Jahre Haft. Jeder, der solche Bedrohungen ausstoße, werde mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft.

Wray sagte, die Ermittler seien dem Mann mit Hilfe von Fingerabdrücken und möglichen DNA-Spuren auf die Schliche gekommen. Seine Fingerabdrücke passten zu denen auf einem Paket, das an die Kongressabgeordnete Maxine Waters aufgeben worden sei. Es sei noch zu früh, um über Motive zu sprechen.

Von RND/dpa