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Deutschland / Welt Experten machen Syrien für Giftgas-Angriff verantwortlich
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Experten machen Syrien für Giftgas-Angriff verantwortlich
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07:55 27.10.2017
Freiwillige Helfer versorgen Opfer des Giftgasangriffs in Chan Scheichun. Quelle: dpa
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New York

Der UN-Bericht stützt die ersten Ergebnisse der USA, Frankreichs und Großbritanniens, denen zufolge ein syrisches Flugzeug eine Bombe mit Sarin auf die Stadt Chan Scheichun abgeworfen hatte. Bei dem Vorfall wurden mehr als 90 Menschen getötet.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Berichts lagen am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP vor. Darin hieß es, das Führungsgremium des Gemeinsamen Investigativmechanismus (JIM) sei „sich sicher, dass die Arabische Republik Syrien für die Freisetzung von Sarin in Chan Scheichun verantwortlich ist“.

Der JIM wurde von den UN und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen ins Leben gerufen. Er wurde gegründet, um die Verantwortlichen hinter Chemiewaffenangriffen in Syrien auszumachen. Syrien und sein enger Verbündeter Russland kritisieren dessen Arbeit und bestreiten einen Angriff.

„Heute hat der Bericht bestätigt, was wir schon lange als wahr betrachtet haben“, sagte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. In Anlehnung an Russland beklagte sie: „Trotz dieser unabhängigen Berichte haben wir noch immer einige Länder, die versuchen das Regime (in Syrien) zu unterstützen. Das muss jetzt enden.“

Haley forderte den Weltsicherheitsrat auf, die klare Botschaft zu senden, dass der Einsatz chemischer Waffen nicht toleriert werde. Nach der Attacke auf Chan Scheichun hatten die USA das syrische Militär zur Rechenschaft gezogen und einen Raketenangriff auf einen Luftwaffenstützpunkt gestartet.

Die Experten stellten zudem fest, dass die Terrormiliz Islamischer Staat am 16. September 2016 Senfgas bei einem Angriff nahe Aleppo einsetzte.

Zwei Tage vor Veröffentlichung des JIM-Berichts war im UN-Sicherheitsrat eine Resolution gescheitert, die die Arbeit der Expertengruppe um ein Jahr verlängert hätte. Russland hatte sein Veto eingelegt.

Von AP/dpa/RND

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