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Deutschland / Welt Ex-Präsidentin Park zu weiteren acht Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Ex-Präsidentin Park zu weiteren acht Jahren Haft verurteilt
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13:47 20.07.2018
Die frühere Präsidentin von Südkorea, Park Geun Hye, wurde insgesamt zu 32 Jahren Haft verurteilt. Quelle: dpa
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Seoul

24 Jahre Haft waren offenbar nicht genug: Drei Monate nach ihrer Verurteilung wegen Korruption ist die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye zu weiteren acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Seoul befand die 66-jährige konservative Politikerin am Freitag für schuldig, während ihrer Amtszeit illegal hohe Summen vom Geheimdienst angenommen und teilweise für eigene Zwecke genutzt zu haben.

Verstoß gegen die Wahlgesetze

Wegen Vorteilsnahme im Amt erhielt sie sechs Jahre Haft und eine Geldstrafe von 3,3 Milliarden Won (2,5 Millionen Euro). Zudem wurde gegen sie in demselben Prozess eine weitere Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen Verstoßes gegen die Wahlgesetze verhängt. Vom Vorwurf der Bestechlichkeit wurde sie freigesprochen, weil mit der Annahme des Geldes keine Gegenleistungen verbunden gewesen seien.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihr vorgeworfen, sich vor den Parlamentswahlen 2016 illegal in das Nominierungsrennen der damaligen Regierungspartei Saenuri eingemischt zu haben. Park, die dem gesamten Verfahren aus Protest fernblieb, hat alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Machtmissbrauch, Nötigung und Korruption

Die Tochter des ehemaligen Militärdiktators Park Chung Hee wurde Ende 2012 als erste Frau ins höchste Staatsamt des Landes gewählt. Als Folge eines Korruptionsskandals wurde sie im März 2017 vorzeitig des Amtes enthoben. Im April dieses Jahres verurteilte sie ein Gericht dann wegen Korruption, Machtmissbrauchs, Nötigung und anderer Vergehen.

Der Skandal um Park und ihre umstrittene Freundin Choi Soon Sil hatte das Land monatelang aufgewühlt. Parks ehemalige Vertraute ist eine Schlüsselfigur in der Korruptionsaffäre. Die Tochter eines ehemaligen Sektenführers wurde im Februar zu 20 Jahren Haft verurteilt. Park wurde unter anderem vorgeworfen, ihrer Freundin die Einmischung in die Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben, obwohl diese kein öffentliches Amt innehatte. Parks Nachfolger im Präsidentenamt ist der sozialliberale Moon Jae In.

Von RND/dpa

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