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Deutschland / Welt Ex-Fußballstar Weah führt bei Präsidentschaftswahl
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09:27 15.10.2017
George Weah liegt bei den Präsidentschaftswahlen in Liberia vorn. Quelle: EPA
Monrovia

Der frühere internationale Fußballstar George Weah liegt nach Auszählung von knapp drei Vierteln der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in Liberia weiter vorn. Die nationale Wahlkommission teilte am Samstag mit, der Kandidat der Partei Kongress für demokratischen Wandel habe etwas über 39 Prozent der Stimmen bekommen, Vizepräsident Joseph Boakai habe etwas weniger als 30 Prozent. Auf dem dritten Platz liegt den Angaben zufolge weiter Charles Brumskine mit fast zehn Prozent.

In mehr als 5300 Wahllokalen war am Dienstag in Liberia ein Nachfolger für Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf gewählt worden. Im Rennen waren insgesamt 20 Kandidaten. Ein Kandidat braucht etwas über 50 Prozent der Stimmen, um eine Stichwahl zu vermeiden. Die Endergebnisse der Wahl müssen bis 25. Oktober bekanntgegeben werden.

Nach Weahs Kandidatur 2005 kam es zu Unruhen

Weah hatte es bereits 2005 in die Stichwahl geschafft. Nun trat er mit Jewel Taylor als Vizekandidatin an, der Ehefrau des in Großbritannien inhaftierten Ex-Diktators Charles Taylor, der wegen Kriegsverbrechen zu 50 Jahren Haft verurteilt wurde. Weahs Nähe zu Taylor weckte Befürchtungen, dass mit ihm Warlords aus dem Bürgerkrieg (1989-2003) zurück an die Macht kommen könnten.

Bereits 2005 war es zu Unstimmigkeiten um die Kandidatur Weahs gekommen, da der Ex-Fußballer den Sieg der nun scheidenden Präsidentin Johnson-Sirleaf nicht anerkennen wollte. Als sich Weah schließlich zum Präsidenten erklärte, löste dies in Monrovia Unruhen aus. Erst diplomatische Treffen konnten die Lage beruhigen.

Ebola-Epidemie und Wirtschaftsflaute befördern Politikwechsel

Die anhaltende Wirtschaftsflaute, verstärkt durch die Ebola-Epidemie von 2014 bis 2016, wird jedoch als Versagen der aktuellen Regierung wahrgenommen, die zudem in Korruptionsskandale verwickelt ist.

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft und die Afrikanische Union bescheinigten der liberianischen Wahlkommission eine transparente und glaubwürdige Abstimmung. Es habe lediglich vereinzelte Gewalttaten und Probleme wie ein verspätetes Öffnen der Wahllokale gegeben, hieß es.

George Weah galt in seiner Sportlerkarriere Ende der 1980er bis Ende der 1990er Jahre als einer der besten Stürmer der Welt. Sowohl mit dem AC Mailand als auch mit Paris Saint-Germain holte er den nationalen Meistertitel. 1995 wurde er als erster Afrikaner überhaupt zum Weltfußballer des Jahres gekürt.

Von RND/krö/epd

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