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Deutschland / Welt Ermittler vermuten organisierte Terrorzelle als Drahtzieher
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23:06 18.08.2017
Schon am Freitag gelang der spanischen Polizei gegen die Terrorzelle, die den Anschlag in Barcelona plante und ausführte, ein wichtiger Schlag. Vier Verdächtige wurden festgenommen. Quelle: AP
Barcelona

Hinter den Terrorattacken in Spanien mit 13 Toten steckt nach ersten Erkenntnissen der Polizei eine organisierte Islamisten-Zelle. Der Haupttäter Moussa Oukabir, der am Donnerstagabend auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas mit einem Lieferwagen in Gruppen von Passanten gerast war, ist laut BBC auf der Flucht im Ort Cambrils erschossen worden.

Er ist unter den fünf Terroristen gewesen, die sich in der Nacht zum Freitag in der Küstenstadt ein Gefecht mit der Polizei geliefert habe und dabei starben, berichteten die BBC und spanische Medien am Abend unter Berufung auf Polizeikreise.

Die Terroristen planten mehrere Anschläge

Bei dem Anschlag im Herzen Barcelona kamen 13 Menschen ums Leben, 130 wurden verletzt. Nur Stunden später wurde im Badeort Cambrils rund 100 Kilometer weiter südlich eine Frau von flüchtenden Terroristen getötet. Die Polizei erschoss in der Touristenhochburg an der „Goldküste“ fünf Mitglieder der Terrorzelle und verhinderte damit einen weiteren Anschlag. Bei dieser Aktion ist laut BBC auch der mutmaßliche Fahrer des Tatfahrzeugs in Barcelona, Moussa Oukabir, getötet worden.

Die Sicherheitskräfte hatten zuvor mitgeteilt, sie fahndeten nach einem 17-Jährigen mit dem Namen Moussa Oukabir als Haupttäter. Er soll seinem älteren Bruder dessen Pass gestohlen und damit den Transporter angemietet haben, mit dem der Anschlag auf der Flaniermeile Las Ramblas verübt wurde.

Die Terrorzelle soll zwölf Mitglieder gehabt haben

Einen weiteren Vorfall gab es bereits am Mittwoch. Bei der Detonation in einem Wohnhaus in der kleinen Ortschaft Alcanar kam ein Mensch ums Leben. Die Explosion ordnet die Polizei inzwischen auch der vermuteten Terrorzelle zu, am Freitag wurde dort spanischen Medienberichten zufolge eine zweite Leiche gefunden.

Die Terroristen hätten die Attacken vermutlich seit längerer Zeit in Alcanar vorbereitet - dem 10.000-Einwohner-Ort südlich von Tarragona. In dem Gebäude sollen nach Informationen der Zeitung „El Pais“ etwa 20 Gasflaschen gelagert worden sein. „Alles begann in Alcanar“, titelte das Blatt. Die Polizei gehe davon aus, dass der Terrorzelle etwa zwölf Mitglieder angehörten.

In Ripoll 100 Kilometer nördlich von Barcelona, in Cambrils und in Alcanar nahm die Polizei bis Freitag vier mutmaßliche Terroristen fest. Von den vier Verdächtigen war bisher keiner wegen mutmaßlicher terroristischer Aktivitäten im Visier der Ermittler gewesen. Es handle sich um drei Marokkaner und einen Spanier, teilte die Polizei mit. Drei wurden in dem Ort Ripoll festgenommen, einer in Alcanar.

Die Terrormiliz IS reklamierte den Anschlag in Barcelona für sich. Er sei eine Reaktion auf Aufrufe der Terrormiliz an ihre Anhänger, Länder anzugreifen, die in der internationalen Koalition gegen die Extremisten in Syrien und Irak kämpfen, hieß es in einer Erklärung.

Von RND/dpa/ap

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