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Deutschland / Welt Die IS-Kämpfer kapitulieren in Rakka
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19:42 14.10.2017
Soldaten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) an der Front in Al-Rakka (Syrien). Quelle: dpa
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Al-Rakka

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) steht vor dem Verlust ihrer Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien. Nach Angaben von Menschenrechtlern haben inzwischen alle syrischen IS-Kämpfer die Stadt verlassen. Ausländische Kämpfer harrten aber dort noch aus. In der Nacht zum Samstag habe auch die letzte syrische IS-Gruppe die Stadt geräumt, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Die Internationale Koalition unter Führung der USA sprach von 100 Dschihadisten, die sich in den vergangenen 24 Stunden ergeben hätten.

In den vergangenen Tagen seien die Männer und ihre Familien nach einer Abmachung der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) mit den Extremisten aus der Stadt gebracht worden. Die SDF, die von den USA aus der Luft und durch Spezialkräfte am Boden unterstützt werden, gaben zunächst keine Stellungnahme zu den Entwicklungen ab. Das Anti-IS-Bündnis bestätigte eine Einigung, die auch Zivilisten beinhalte. Die SDF berichteten indes, dass sie immer noch in Gefechte in der Stadt verwickelt seien.

Ausländische Mitglieder des IS verharrten den Menschenrechtlern zufolge aber weiter in der schwer umkämpften Stadt. Es war zunächst unklar, um wie viele Kämpfer es sich handelte. Die Verhandlungen über ihren Abzug stockten nach Angaben der Beobachtungsstelle deswegen, weil der Drahtzieher des schweren Anschlages in Paris 2015 unter den Verbliebenen sein soll. Er soll sich weigern aufzugeben.

Bei der koordinierten Anschlagserie in Paris im November 2015 töten IS-Extremisten 130 Menschen. In der Konzerthalle Bataclan richten sie ein Massaker an, Bars und Restaurants wurden beschossen, am Stade de France sprengten sich während des Fußball-Länderspiels Frankreich-Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft.

Von RND/dpa

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