Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Deutschland / Welt Deutsche IS-Rückkehrerin verhaftet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Deutsche IS-Rückkehrerin verhaftet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 26.07.2018
Die Generalbundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe Quelle: dpa
Karlsruhe

Ermittlern ist es im zweiten Anlauf gelungen, eine deutsche IS-Rückkehrerin in Untersuchungshaft zu bringen. Die 31 Jahre alte Sabine S. wurde am Donnerstagmorgen im Großraum Karlsruhe festgenommen, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Nach Auskunft einer Sprecherin wurde sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt und befindet sich in U-Haft.

Der Generalbundesanwalt wollte die Frau bereits Ende März festnehmen lassen. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) war damals aber der Ansicht, dass er für einen Haftbefehl nicht genug in der Hand habe: Der bloße Aufenthalt beim IS und die Teilnahme am Alltagsleben reichten nicht. Nun hatte eine Beschwerde der Bundesanwaltschaft beim BGH Erfolg.

Sabine S. hatte Deutschland nach den Erkenntnissen der Ermittler Ende 2013 verlassen und war über die Türkei nach Syrien gereist. Dort habe sie einen ihr bis dahin unbekannten höherrangigen IS-Kämpfer geheiratet und mit ihm zwei Kinder bekommen. Die 31-Jährige habe nicht nur ihren Ehemann versorgt, sondern auch in einem vom Islamischen Staat (IS) überwachten Internet-Blog das Leben bei der Terrororganisation angepriesen. Dort habe sie auch ihre Bereitschaft erklärt, gegnerische Kämpfer mit Sprengstoffgürteln anzugreifen.

Den Angaben zufolge nahmen kurdische Sicherheitskräfte Sabine S. und andere Frauen von IS-Kämpfern im September 2017 fest. Im April 2018 sei sie nach Deutschland zurückgekehrt.

Die 31-Jährige ist die zweite deutsche Frau, die die Bundesanwaltschaft wegen ihres Aufenthalts beim IS in U-Haft bringt. Ende Juni war die 27 Jahre alte Jennifer W. festgenommen worden. Ihr konnten die Ermittler nach damaligen Angaben nachweisen, dass sie für den IS im Irak als „Sittenpolizistin“ auf Patrouille ging.

Von RND/dpa

Wolfgang Schäuble ist noch immer die vielleicht wichtigste Identifikationsfigur der CDU. Im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) spricht der Bundestagspräsident über seine Rolle als Hoffnungsträger und die Schuldfrage in der Affäre um Ex-Nationalspieler Mesut Özil.

26.07.2018

Außenminister Maas ist zu Besuch in Südkorea. Er möchte sich einen Eindruck vom Friedensprozess auf der geteilten Insel verschaffen – und bietet Hilfe aus Erfahrung an.

26.07.2018

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat das Krisenmanagement des DFB in der Affäre um den Rücktritt von Nationalspieler Mesut Özil kritisiert. „Irgendein kluger Mensch hätte das alles verhindern können“, sagte Schäuble dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

26.07.2018