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Deutschland / Welt Demokraten hoffen: Trump stürzen dank Klimawandel?
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Demokraten hoffen: Trump stürzen dank Klimawandel?
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21:01 24.11.2018
Die Trockenheit ist mitverantwortlich für heftigen Brände in Kalifornien. Quelle: Barbara Munker/dpa
Washington

Die Tage des Leugnens und des Nichthandelns sind vorbei, heißt es unter den Demokraten. Donald Trump habe seine zentralen Wahlkampfthesen durch die jüngsten Studien ad absurdum geführt: Während der Chef des Weißen Hauses die Erkenntnisse zum Klimawandel mal als „Gerücht“ und mal als „böswillige Erfindung Chinas“ bezeichnet, beschreiben gleich mehrere Bundesbehörden düstere Szenarien, wie sich die steigenden Temperaturen in naher Zukunft auf das Leben der Amerikaner auswirken könnten.

Ein Widerspruch, den die Opposition künftig stärker ins Zentrum der Debatten rücken will. Von einem „Green New Deal“ spricht beispielsweise Alexandria Ocasio-Cortez. Die frisch gewählte Abgeordnete hatte mit ökologischen Themen in ihrem New Yorker Wahlkreis die Mehrheit errungen und setzt darauf, Trump in Umweltfragen Paroli zu bieten. „Es reicht nicht mehr, den Klimawandel als ‚wichtiges‘ Thema zu beschreiben. Es ist dringend!“, sagt Ocasio-Cortez. Dass die Kohle-, Gas- und Ölindustrie massiven Einfluss auf die Regierung ausübe, sei skandalös.

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So schlimm wird der Klimawandel für die USA

In dem Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, mahnen die US-Behörden, ohne zusätzliche Anstrengungen werde der Klimawandel das Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten in den nächsten Jahrzehnten hemmen. Hinzu kämen deutliche Beeinträchtigungen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen. Der Kampf gegen den Klimawandel hätte in den vergangenen Jahren zwar zugenommen, aber nicht in ausreichendem Maße, um schwere Schäden für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit der Menschen abzuwenden.

Tatsächlich verweist auch die Trump-Administration auf den deutlich sinkenden CO2-Ausstoß in Amerika. Da die Nutzung von Erdgas in weiten Teilen der Energieversorgung die Kohleverbrennung ablöst, werde sich die Ökobilanz auch in den kommenden Jahren verbessern.

Das ist die Hoffnung der Demokraten

Viele Abgeordnete und Senatoren der Demokratischen Partei halten diese Kurskorrektur jedoch in keiner Weise für ausreichend. Zu den besonders engagierten Politikern zählen dabei nicht nur die jüngeren Volksvertreter, sondern ebenso Altgediente. So übernimmt Eddie Bernice Johnson aus Texas den Vorsitz im Wissenschaftsausschuss und verweist auf die erhöhte Zahl von Waldbränden, verheerenden Stürmen, Überschwemmungen an der Küste und giftigen Algenblüten, die in diesem Jahr einen Großteil der USA heimsuchen. „Dem Klimawandel werde ich in unserem Ausschuss höchste Priorität einräumen“, sagt die 82 Jahre alte Johnson.

Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand macht den Feuerwehrleuten in Nordkalifornien zu schaffen. Auch im Süden des US-Bundesstaates lodern flammen. Mehrere Menschen kamen bereits ums Leben, hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.

Abgeordneten wie Ocasio-Cortez reichen diese Ankündigungen allerdings nicht aus. Sie drängen auf einen eigenen Sonderausschuss zum Klimawandel. Ob sich Nancy Pelosi, die designierte neue Sprecherin des Repräsentantenhauses, auf die Neuorganisation im Parlament einlässt, ist aber ungewiss. Die Abgeordneten aus anderen Ausschüssen würden befürchten, dass ihre Befugnisse ausgehöhlt werden.

Klimawandel: „Es ist höchste Eile geboten“

Nichtsdestotrotz müssten Umweltthemen im neuen Kongress Priorität besitzen, so Pelosi. Die langjährige Abgeordnete verweist auf die Aussage von David Reidmiller: Der Bericht der Bundesbehörden, der am Freitag vorgelegt wurde, spreche für sich selbst, sagt der Wissenschaftler. Es sei höchste Eile geboten.

Von Stefan Koch/RND

Donald Trump hält den Klimawandel für eine Fake News. Doch seine Behörden sehen das anders – und zeichnen ein dramatisches Szenario für die Vereinigten Staaten.

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