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Deutschland / Welt Deal statt Diplomatie – das ist Trumps neue Frau für die UN
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15:41 07.12.2018
Die frühere Fernsehmoderatorin Heather Nauert und aktuelle Sprecherin des US-Außenministeriums in Washington soll neue UN-Botschafterin ihres Landes werden. Quelle: Ting Shen/XinHua/dpa
Washington

Ex-US-Präsident Bill Clinton schickte die Ex-Sicherheitsberaterin und Georgetown-Professorin Madeleine Albright. Barack Obama beauftragte seine außenpolitische Beraterin Susan Rice. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel beförderte ihren langjährigen außenpolitischen Vordenker Christoph Heusgen: Der Botschafterposten bei den Vereinten Nationen gilt als äußerst anspruchsvoll - die Materie ist extrem komplex, das diplomatische Parkett schwer vermint.

Insofern überrascht es zunächst, dass US-Präsident Donald Trump nach übereinstimmenden Medienberichten eine Frau namens Heather Nauert ausgewählt hat, um sein Land künftig in New York zu vertreten. Die 48-Jährige arbeitet erst seit anderthalb Jahren im State Department und verfügt über eine sehr begrenzte außenpolitische Erfahrung. Doch die zweifache Mutter bringt etwas mit, das für Trump von entscheidender Bedeutung ist: Sie ist ihm gegenüber unbedingt loyal. Und sie hat in der Vergangenheit als Moderatorin seiner Lieblings-Fernsehsendung „Fox & Friends“ eine gute Figur gemacht.

Nikki Haley brachte politisches Gewicht mit

Nauerts Vorgängerin Nikki Haley, die im Oktober ihren Abschied vom Botschafteramt angekündigt hatte, war zwar auch keine außenpolitische Expertin gewesen, als sie den Posten im Frühjahr 2017 übernahm. Als ehemalige Gouverneurin von South Carolina brachte sie aber politisches Gewicht mit und entwickelte sich schnell zu einer internationalen Ansprechpartnerin, die den blassen Außenminister Rex Tillerson in den Schatten stellte. Mehrfach – vor allem in der Russland-Politik – vertrat sie eigene, vom Präsidenten abweichende Positionen.

Beides ist von Nauert nicht zu erwarten. Sie durfte als Sprecherin des State Departments erst unter dem neuen Amtschef Mike Pompeo in Erscheinung treten und dankt dies mit unbedingter politischer Treue. Weder muss Trump künftig mit Widerworten noch Pompeo mit Konkurrenz rechnen. Offenbar wolle Trump bei der UN lieber „eine hochkarätige Verkäuferin“ haben als „jemand, der eine wichtige Rolle bei der Festlegung von Politik hat“, urteilt die New York Times.

Eine Reihe von Namen für den Posten im Gespräch

Tatsächlich waren in der Vergangenheit eine Reihe von Namen für den Posten gehandelt worden – darunter auch der des US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell, dessen Bestätigung im Kongress aber mutmaßlich auf zähen Widerstand gestoßen wäre. Im Sommer hatte Trump sogar kurzfristig ventiliert, seine Tochter Ivanka in ihre Heimatstadt New York zu schicken. „Sie wäre eine unglaubliche Wahl“, twitterte er. Doch Ivanka winkte ab.

Dass Trump nun die weitgehend unbekannte Außenamts-Sprecherin Nauert schickt, die er vor allem lobt, weil sie „seit langem eine Unterstützerin ist“, enthält als Subtext auch eine klare Botschaft an die Vereinten Nationen. Eine respektvolle Verbeugung ist es nicht.

Von Karl Doemens/RND

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