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Deutschland / Welt Daher kommt der unumstößliche Optimismus der Bayernpartei
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17:04 12.10.2018
Ein Grund für den Optimismus der Bayernpartei: Tobias Bernhard, der jüngste Kandidat für den Landtag. Quelle: Stefan Puchner/dpa
München

Sie gab sich in den letzten Wochen durchweg optimistisch: die Bayernpartei. Obwohl sie seit 1966 nicht mehr im Landtag vertreten war und bei der letzten Wahl nur 2,1 Prozent der Stimmen bekam, hält sie ihren Einzug in den Landtag in diesem Jahr für durchaus wahrscheinlich.

Florian Weber, Parteichef seit 2007, gab gleich zu Beginn des Wahlkampfs in der Wappenhalle des alten Flughafens München-Riem das Motto aus: „Auf ins Maximilianeum!“. Und auch noch kurz vor der Wahl äußerte sich der Spitzenkandidat der Bayernpartei immer wieder zuversichtlich, diesmal zumindest die Fünf-Prozent-Hürde zu schaffen.

Zwar sahen Umfragen die Bayernpartei stets weit darunter, doch „die Wahlumfragen in den etablierten Medien täuschen die bayerischen Wähler“, wie es auf der Homepage der Bayernpartei heißt. Derartige Versuche, die Meinung der Wähler abzubilden, müssten zwangsläufig zu verzerrten Ergebnissen gelangen, denn „Umfrageinstitute fragen die Bayernpartei (…) gar nicht ab. Die sogenannten ‚Sonstigen‘ werden den Teilnehmern nie als einzelne Antwortoptionen, sondern fast immer nur in einem gemeinsamen Block zur Auswahl angeboten.

Bayernpartei will mit Wahlprogramm punkten

Der Befragte kann also immer nur ‚Eine andere Partei‘ auswählen, nicht aber ‚Bayernpartei‘.“ Auf diese Weise würden „vom politischen Gegner die Wahlumfragen genutzt, um der Bayernpartei Schaden zuzufügen.“ Der jüngsten Umfrage des ZDF-Politbarometer zufolge entfallen auf alle sonstigen Parteien 5,5 Prozent.

Ein weiterer Grund zum Optimismus ist laut Weber das seit den 1960er Jahren stetig gewachsene Interesse „an Themen wie Eigenstaatlichkeit, Subsidiarität und Föderalismus“. Und das könne niemand so bedienen wie die Bayernpartei, deren vorrangiges Ziel im Parteiprogramm ein „freies, unabhängiges Bayern“ genannt wird: „Schließlich ist die Mitgliedschaft im Bund der Grund, weshalb Bayern Berliner Flughäfen, Stadtschlösser und kostenlose Kindergartenplätze finanziert, anstatt sich um das Wohlergehen seiner Bürger zu kümmern.“ Dass die Bürger selbst das nicht so sehen könnten, war für die Bayernpartei offenkundig so wenig vorstellbar, dass sie auf ihrer Seite gleich selbst die einzig wahre Prognose für den Wahlsonntag bekanntgab: „Die Bayernpartei steht bei sechs Prozent.“

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Und nicht zuletzt wird auch dies als ein gutes Omen gewertet: Mit dem 18-jährigen Tobias Bernhard stellt die Bayernpartei bei der Landtagswahl den jüngsten Kandidaten. Ob es die denn überhaupt noch gibt, diese Bayernpartei? Das habe sein Großvater gefragt, als der von seiner Kandidatur erfuhr, erzählte Bernhard jüngst der „Augsburger Allgemeinen“. Dabei müsste der eigentlich der Generation angehören, die sich noch erinnern kann, dass es das tatsächlich mal gegeben hat: ein Wahlergebnis von 18 Prozent für die Bayernpartei. Im Jahr 1950 war das.

Von Kathi Flau/RND

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