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Deutschland / Welt Chinesische Kriegsschiffe in der Nordsee
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16:40 18.07.2017
Chinesische Marine operiert in der Nordsee. Zuletzt passierten 2015 und 2016 chinesische Kriegschiffe den Nord-Ostsee-Kanal.
Kiel

Ein chinesischer Flottenverband ist auf dem Weg nach Russland in der Nordsee eingetroffen. Am Montagmorgen hat die niederländische Fregatte "Van Amstel" den Verband gesichtet und die Begleitung übernommen. Die niederländische Fregatte wird die chinesischen Einheiten während des Aufenthalts in der Nähe der niederländischen Hoheitsgewässer beschatten. Die chinesischen Marineschiffe sollen in dieser Woche durch den Großen Belt und den Fehmarnbelt in die Ostsee einlaufen. Besuche in deutschen Häfen sind nicht geplant.  

Der Verband besteht aus dem Zerstörer „Hefei“, der Fregatte „Yun Cheng“ und dem Versorgungsschiff „Luomahu“ mit rund 600 Soldaten an Bord.  Ziel der Fahrt ist das  mehrwöchige Seemanöver „Joint Sea 2017“ mit der russischen Marine in der Ostsee. Im Rahmen dieses Seemanövers sollen die chinesischen Einheiten auch St. Petersburg und Baltiysk (Kaliningrad) besuchen. Auf der Reise von China nach Nordeuropa musste der Verband bereits einmal umgestellt werden. Der ursprünglich in China am 18. Juni gestartete Zerstörer „Changsa“ fiel mit einer Havarie im Indischen Ozean aus. An seine Stelle wurde kurzfristig das Schwesterschiff „Hefei“ geschickt. Ob die Einheiten auch deutsche Häfen oder den Nord-Ostsee-Kanal passieren werden, steht noch nicht fest. Übungen mit der deutschen Marine seien nicht geplant, heißt es beim Marinekommando auf Nachfrage.

Das Manöver stellt eine neue Qualität der Präsenz dar

Mit der Ostsee verbindet die Volksrepublik eine traditionsreiche Handelslinie. 1950 nahm Polen Handelsziehungen mit China auf. Damals begann die Schiffslinie Chipolbrok zwischen Shanghai und Gdingen/Danzig, die bis heute Polen und China verbindet. Seit 2010 laufen auch große Containerschiffe immer öfter von Asien an Hamburg vorbei in die Ostsee und laden ihre Container in Danzig ab. Der freie Verkehr dieser 400-Meter-Kolosse ist für Chinas Handel enorm wichtig.

China füllt seit 2010 die Docks der chinesischen Werften immer mehr mit Staatsaufträgen. Dazu gehören Forschungsschiffe, Schiffe für Meeresbergbau, Fischerei, Küstenwachschiffe und eine Vielzahl an Marineschiffe, mit denen China in zahlreichen Meeren operiert. Vor diesem Hintergrund ist der Anspruch zu sehen, mindestens einmal jährlich auch in der Ostsee Flagge zu zeigen. Bereits 2015 und 2016 waren chinesische Schiffe im Baltischen Meer. 2017 aber nun mit Manöver – das stellt eine neue Qualität dar.

von Frank Behling

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