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Deutschland / Welt CDU-Vorsitz: Altmaier spricht sich für Kramp-Karrenbauer aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt CDU-Vorsitz: Altmaier spricht sich für Kramp-Karrenbauer aus
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06:58 06.12.2018
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht sich für Annegret Kramp-Karrenbauer als neue CDU-Vorsitzende aus. Quelle: dpa
Berlin

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich irritiert gezeigt über die Unterstützung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für Friedrich Merz als neuen CDU-Chef. Als Reaktion stellte Altmaier sich kurz vor dem Parteitag zur Wahl der neuen CDU-Spitze öffentlich hinter Merz' Konkurrentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Schäubles Vorstoß habe ihn überrascht und gewundert, sagte Altmaier der „Rheinischen Post.

Seine Präferenz für Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer habe er bislang aus Respekt vor den Delegierten nicht öffentlich geäußert. „Da Wolfgang Schäuble nun den Damm gebrochen hat, kann ich sagen: Ich bin überzeugt, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer die beste Chance haben, die CDU zu einen und Wahlen zu gewinnen.“

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„Gefährlichste Kandidatin für Grüne und SPD

Friedrich Merz würde sicherlich der FDP viele Stimmen abjagen“, meinte Altmaier. Union und FDP sollten sich aber nicht gegenseitig kannibalisieren. „Annegret Kramp-Karrenbauer wäre die gefährlichste Kandidatin für Grüne und SPD. Sie gewinnt Wahlen in der Mitte.“

Der CDU-Bundesparteitag in Hamburg entscheidet am Freitag über die Nachfolge von Angela Merkel als Parteichefin - erwartet wird ein Zweikampf zwischen Kramp-Karrenbauer und Ex-Unionsfraktionschef Merz. Der dritte prominente Kandidat, Gesundheitsminister Jens Spahn, gilt als Außenseiter. Das Partei-Schwergewicht Schäuble hatte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte.“

CDU-Vorsitzender nicht automatisch Kanzlerkandidat

Altmaier will die Wahl der neuen CDU-Spitze nicht als Vorentscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur verstanden wissen: „Ich hielte es für einen absoluten Fehler, wenn die Partei sofort sagen würde, der oder die neue Parteivorsitzende solle automatisch auch Kanzlerkandidat werden“, sagte er. Das sieht auch Armin Laschet so. Über den Kanzlerkandidaten werde die CDU entscheiden, „wenn der Zeitpunkt gekommen ist“, sagte der Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen und stellvertretende CDU-Vorsitzende gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Altmaier betonte zugleich, in der Partei und weit darüber hinaus gebe es den „klaren Wunsch“, dass Angela Merkel ihre Amtszeit als Kanzlerin nicht vor 2021 beende.

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Von RND/ms/dpa

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