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Deutschland / Welt Die wichtigsten Rentenfragen lässt die GroKo offen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Die wichtigsten Rentenfragen lässt die GroKo offen
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15:16 28.11.2018
„2019 können sich Rentnerinnen und Rentner wieder auf ein staatliches Plus freuen. Soweit die guten Nachrichten. Der neue Rentenversicherungsbericht bietet jedoch nicht viel mehr als eine Momentaufnahme.“ Quelle: imago/Christian Ohde
Berlin

Die Bundesregierung zeichnet ein rosarotes Bild von Deutschlands Rentenfinanzen. Dieses Jahr wird das üppige Polster eine neue Rekordhöhe erreichen – mit ungefähr 38 Milliarden Euro. 2019 können sich Rentnerinnen und Rentner wieder auf ein stattliches Plus freuen. Soweit die guten Nachrichten. Der neue Rentenversicherungsbericht bietet jedoch nicht viel mehr als eine Momentaufnahme.

Die gerade erst beschlossenen schwarz-roten Pläne zur Alterssicherung werden die vorhandenen Rücklagen vergleichsweise rasch aufzehren. Die eigentlichen Zukunftsfragen sind ungeklärt und in eine Expertenkommission delegiert worden.

Politisch ist kaum damit zu rechnen, dass die Haltelinie von 48 Prozent für das Rentenniveau, die erst einmal bis 2025 gilt, danach wieder abgeschafft wird. Umso dringender sind deshalb die Finanzierungsfragen, die es zu beantworten gilt. Was das angeht, ist die GroKo bisher völlig blank.

Rente mit 64 Jahren – und hohen Abschlägen

Das Gleiche gilt auch für diejenigen selbst ernannten Experten, die ausschließlich auf ein höheres Renteneintrittsalter setzen. Die Zahlenkolonnen, über die das Kabinett jetzt beraten hat, zeigen eines in großer Eindringlichkeit:

Ein weiteres Heraufsetzen der Regelaltersgrenze für Millionen künftige Rentner würde auf eine krasse Kürzung ihrer Bezüge hinauslaufen, sollte sich unsere Arbeitswelt nicht grundlegend verändern. Stand jetzt gehen die Deutschen im Schnitt mit 64 in Rente, Hunderttausende sogar mit hohen Abschlägen.

Die gesetzliche Vorsorge allein werde in Zukunft nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, schreibt die Regierung im Rentenversicherungsbericht. Eigentlich ist das eine Binsenweisheit.

Das Problem ist nur, dass es der GroKo an einem Konzept für eine verlässliche Zusatzvorsorge fehlt, die auch in Zeiten niedriger Zinsen funktionieren könnte – etwa über einen staatlichen Anlagefonds. Union und SPD konzentrieren sich nur auf das Jetzt und auf die gesetzliche Rentenversicherung. Eines Tages wird sich das rächen.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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