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Deutschland / Welt 14 Länder rufen ihre Botschafter aus Venezuela zurück
Nachrichten Politik Deutschland / Welt 14 Länder rufen ihre Botschafter aus Venezuela zurück
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19:56 21.05.2018
Gegner von Präsident Nicolas Maduro breiten an einer Autobahn eine riesige Nationalflagge aus Protest gegen die ihrer Ansicht nach irregulären Wahlen aus. Quelle: AP
Caracas

„Wir erkennen die Wahl nicht an, weil sie nicht den internationalen Standards einer demokratischen, freien, fairen und transparenten Abstimmung entspricht“, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der so genannten Lima-Gruppe.

Der Gruppe gehören Argentinien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru und Santa Lucia an. Die venezolanischen Botschafter in den jeweiligen Ländern würden einbestellt, um Protestnoten entgegenzunehmen, hieß es in der Mitteilung weiter. Argentinien, Kanada, Australien, Chile, Mexiko und die USA riefen Venezuela auf, humanitäre Hilfe für die Bevölkerung zuzulassen, wie der argentinische Außenminister Jorge Faurie am Rande des G20-Treffens in Buenos Aires mitteilte.

US-Außenminister Mike Pompeo kündigte rasche wirtschaftliche und diplomatische Schritte an. Bis das Regime unter Maduro nicht einen demokratischen Weg mit freien, fairen und transparenten Wahlen einschlage, stehe die Regierung Venezuelas der Isolation von der internationalen Gemeinschaft gegenüber, erklärte Pompeo in einer Stellungnahme des Außenministeriums.

Unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl in Venezuela hatte die US-Regierung zuletzt einen der einflussreichsten Politiker wegen Korruption mit Sanktionen belegt. Diosdado Cabello, der oft als zweiter Mann hinter Maduro bezeichnet wird, darf nicht mehr in die USA einreisen, jeglicher Besitz dort wurde eingefroren.

Der sozialistische Staatschef Maduro war am Sonntag nach Angaben des Wahlamtes mit 68 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Zahlreiche Regierungsgegner sitzen in Haft oder wurden nicht zu der Wahl zugelassen. Das größte Oppositionsbündnis boykottierte die Abstimmung und sprach später von Wahlbetrug. Der einzige nennenswerte Gegenkandidat Henri Falcón erhielt 21 Prozent der Stimmen. Er wollte das Ergebnis ebenfalls nicht anerkennen.

Von RND/dpa