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Panorama Zwei Tote bei Helikopter-Absturz in den East River
Nachrichten Panorama Zwei Tote bei Helikopter-Absturz in den East River
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18:51 12.03.2018
Feuerwehrleute bergen am 34th Street Ferry Terminal einen Mann, der bei dem Absturz eines Hubschraubers über dem East River in New York verletzt wurde. Quelle: dpa
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New York

Das Video ist erschreckend: Schnell sinkt der Hubschrauber über dem Fluss, setzt hart auf dem Wasser auf und kippt dann mit drehendem Rotor zur Seite. Während die sechs Insassen des Eurocopter „AS350“ um ihr Leben fürchten, beginnt für die Feuerwehr ein Wettlauf mit der Zeit. Der Hubschrauberabsturz über dem East River in New York ruft die Einsatzkräfte am Sonntagabend (Ortszeit) mit Booten und Rettungstauchern auf den Plan. Zwei der sechs Insassen werden noch auf dem Fluss für tot erklärt, drei schweben zunächst in Lebensgefahr. Nur der Pilot kann sich selbst retten.

15 Meter müssen die Taucher von Feuerwehr und Polizei in die Tiefe gehen, um die fünf Passagiere aus der Maschine zu befreien - bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und mittelstarker Strömung. Alle fünf seien in ihren Sitzen festgeschnallt gewesen, erklärt Feuerwehrchef Daniel Nigro später. Erst als die Retter die Gurte unter Wasser aufgeschnitten haben, können sie die dann vermutlich schon bewusstlosen Passagiere zur Wasseroberfläche bringen. „Die Taucher haben eine Weile gebraucht, um diese Menschen rauszuholen“, sagt Nigro.

Für die Firma Liberty Helicopters, die den Flug über die nächtliche Skyline möglich machte, werden dunkle Erinnerungen wach. Neun Menschen starben, als im Sommer 2009 ein Tour-Helikopter zu hoch flog und mit einem Kleinflugzeug zusammenstieß. Auch das am Sonntag eigentlich geplante Foto-Shooting von fünf Passagieren endet nun nicht mit gelungenen Luftaufnahmen, sondern Erinnerungen an die Angst vorm Ertrinken, an Polizeiboote, an eine kalte Nacht auf dem Fluss. Noch Stunden später surren andere Hubschrauber über der Unfallstelle.

Täglich schwirren Helikopter über und um die Wolkenkratzer New Yorks, vor allem für Bewohner der Uferpromenaden gehören sie zum Alltag. Im Sommer starten und landen auch Wasserflugzeuge auf dem East River. Der Absturz am Sonntagabend, den ein Augenzeuge auf Video festhält und später im Internet verbreitet, wirkt fast wie eine solche Wasserlandung. „Er bewegte sich nicht schnell. Wir waren neugierig, ob er landen würde“, sagt Xinran Jiang, die mit ihrem Mann auf der nahegelegenen Insel Roosevelt Island lebt, der „New York Times“. „Eine Minute später tauchte er in den Fluss.“

Es ist der achte Hubschrauber-Absturz in einen New Yorker Fluss seit 1995, zählt die „New York Daily News“. Mit Ausnahme der schweren Kollision von 2009 kamen die meisten Opfer mit dem Schrecken oder mit Verletzungen davon. Was den roten Eurocopter „AS350“ ins Wasser stürzen ließ, müssen nun Ermittler der Behörde NTSB klären. New Yorks Polizeichef James O'Neill spricht von einer „großen Tragödie an einem sonst ruhigen Sonntagabend“.

Von RND/dpa

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