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Panorama Zwei Pistenarbeiter sterben in Frankreich
Nachrichten Panorama Zwei Pistenarbeiter sterben in Frankreich
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16:54 13.01.2019
Vielerorts in Bayern, wie hier in Rottach-Egern, sind Straßen gesperrt, weil Lawinen drohen oder bereits abgegangen sind. Quelle: Lino Mirgeler/dpa
Paris/Baldenschwang

Das Schneechaos in und um die Alpen geht weiter. Während in Frankreich zwei Männer der Pistenpatrouille starben, sitzen im Allgäu 1300 Menschen fest, nachdem eine Lawine auf einer Hauptverkehrsstraße endete.

Das Unglück in den französischen Alpen habe sich am Sonntagmorgen in Morillon vor der Öffnung der Skipisten ereignet, erklärte die Hochgebirgspolizei in der Region Haute-Savoie. Die beiden Mitglieder einer Pistenpatrouille seien bei der Sicherung von Abfahrten ums Leben gekommen, als die Geräte, die sie zum Auslösen von Lawinen bei sich hatten, explodiert seien. Zur Unglücksursache seien Ermittlungen aufgenommen worden.

Pistenpatrouillen haben die Aufgabe, potenzielle Gefahren für Skifahrer zu erkennen und beseitigen. Unter anderem lösen sie kontrolliert Lawinen aus. Das Lawinenrisiko lag am Sonntag in Morillon nach heftigen Schneefällen in der Nacht bei Stufe 4 von 5.

1300 Menschen sitzen im Allgäu fest

Auch in Deutschland hält das Chaos an. Nach einem Lawinenabgang auf eine Kreisstraße sitzen rund 1300 Einwohner und Touristen in dem Wintersportort Balderschwang im Allgäu fest. Zunächst hatte die Polizei von 2000 isolierten Menschen gesprochen. „Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Vielerorts, wie hier in der Steiermark in Österreich, befreien Feuerwehrmänner die Dächer vom Schnee. Bei zu viel Last droht Einsturzgefahr. Quelle: imago

Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte hatte es dabei nicht gegeben. Immer wieder waren in den vergangenen Tagen Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten.

Versorgung der Eingeschlossenen ist gesichert

Die Versorgung für die in rund 1000 Meter Höhe liegende Gemeinde ist vorerst gesichert. Die Stromleitungen sind intakt. „Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant“, hieß es. Das Skigebiet Grasgehren wurde jedoch geräumt, 40 Menschen wurden hierbei in Sicherheit gebracht.

Die Kreisstraße aus Österreich nach Balderschwang wird laut Polizeiangaben von Sonntag noch bis einschließlich Montag gesperrt bleiben. Sollte die Räumung der Schneemassen früher gelingen, werde dies über den Verkehrsfunk bekannt gegeben.

Suche nach vermisstem Deutschen dauert an

Im österreichischen Lech wird weiterhin nach einem Deutschen gesucht, der seit einem Lawinenabgang am Samstag vermisst wird. Seine drei Freunde wurden bereits tot geborgen. Die Gruppe war auf ungesicherten Pisten unterwegs und wurde trotz Lawinen-Airbag verschüttet. In einigen Teilen der betroffenen Regionen wurde durch den heftigen Schneefall Katastrophenalarm ausgelöst.

Von RND/dpa