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Panorama Zu wenig Zucker: „Lemonaid“ darf nicht mehr Limonade heißen
Nachrichten Panorama Zu wenig Zucker: „Lemonaid“ darf nicht mehr Limonade heißen
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14:49 09.01.2019
Weil das Kultgetränk Lemonaid zu wenig Zucker beinhaltet, darf es sich nicht mehr Limonade nennen. Quelle: Lemon-aid
Hannover

In einer Zeit, in der immer wieder davon gesprochen wird, verstärkt zuckerreduzierte Lebensmittel und Getränke herzustellen, klingt es irgendwie ironisch, wenn ein Unternehmen damit konfrontiert wird, dass in dem von ihm produzierten Getränk zu wenig Zucker steckt. So geschehen in Hamburg, oder genauer gesagt bei Lemonaid Beverages. Denn laut dem Bezirksamt Hamburg beinhaltet das Bio- und Fair Trade-Getränk zu wenig Zucker – und darf sich somit nicht mehr Limonade nennen.

Gemäß der Leitsätze für Erfrischungsgetränke des Bundesernährungsministeriums dürfen sich nur jene Getränke Limonade nennen, die einen Gesamtzuckergehalt von mindestens sieben Gewichtsprozent aufweisen. Das Getränk aus dem Norden enthält jedoch nur sechs Prozent Zucker und ist demnach keine echte Limonade – zumindest laut dem Behördenurteil.

Im Hause Lemonaid herrscht bezüglich des Urteils Fassungslosigkeit, oder besser gesagt Zuckerschock. Seit nunmehr zehn Jahren ist das Produkt im Handel erhältlich, der Zuckergehalt von sechs Prozent ist seitdem nicht nur unverändert, sondern auch stets auf der Flasche ausgezeichnet. Und das ist noch nicht alles: Die anderen Geschmacksrichtungen des Bio-Labels weisen vereinzelt einen noch geringeren Zuckergehalt auf. Bislang habe sich daran keine Behörde gestört, sagt Felix Langguth, einer der Lemonaid-Geschäftsführer im Interview mit „Stern“.

Mehr Zucker oder neue Produktbenennung? Beides keine Alternative für Lemonaid

Wie geht es nun aber weiter für das Hamburger Trend-Label? Die Behörde stellt das Unternehmen vor zwei Alternativen: Entweder muss dem Getränk mehr Zucker zugefügt werden oder Lemonaid darf nicht mehr Limonade genannt werden. Für das Unternehmen beides keine Option: Dem Getränk mehr Zucker zuzuführen, spricht gegen die aufgebaute Firmenphilosophie zuckerreduzierter Getränke; das Ausweichen auf die Benennung Erfrischungsgetränk statt Limonade wäre nicht nur ein Marketing-Gau, sondern würde ebenfalls bedeuten, dass sämtliche im Umlauf befindlichen Flaschen entsorgt und neu bedruckt werden müssten. Warum das so ist? Weil Lemonaid der Umwelt zuliebe auf Etiketten verzichtet und alle Angaben direkt auf die Flaschen aufdruckt.

Versuche seitens des Labels, das Hamburger Bezirksamt umzustimmen, schlugen bisher fehl. Die Weichen scheinen also auf einen Rechtsstreit gestellt zu sein. Doch der Appell des Unternehmens an die Behörde ist deutlich: „Seid so süß und ändert die Richtlinie. Natürliche Lebensmittel mit wenig Zucker sollten nicht bestraft werden – sondern der Normalfall sein!“

Von RND/liz

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