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Panorama Wütende Proteste gegen die Nike-Werbekampagne
Nachrichten Panorama Wütende Proteste gegen die Nike-Werbekampagne
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10:46 05.09.2018
American-Football-Star Colin Kaepernick ist ein Gesicht der neuen Nike-Werbekampagne – der umstrittene Sportler erntet dafür viel Kritik. Quelle: Foto: Twitter/AP
Washington/Beaverton

„Just Do it“ – Mach’s einfach“ – ein Markenmotto, das sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. Auch bei all denen, die weder Schuh noch Shirt von Nike besitzen. Zum 30-jährigen Jubiläum seines erfolgreichen Slogans hat der Sportartikelhersteller eine globale Werbekampagne gestartet, die Konservative in den USA derzeit wüten lässt. Die Empörung ist bei manchen so groß, dass sie ihre Nike-Schuhe in Brand setzen und Videos davon auf sozialen Netzwerken posten.

Grund für die Aufregung ist ein derzeit arbeitsloser Footballer, der zuvor schon den Hass Donald Trumps auf sich gezogen hatte: Colin Kaepernick, 30 Jahre alt. Der Quarterback ist neben Tennisspielerin Serena Williams und Basketballer LeBron James das Gesicht der Jubiläumskampagne von Nike.

Footballer Colin Kaepernick kniet sich vor dem Spiel während der Nationalhymne hin. Quelle: Foto: Ted S. Warren/ AP

Kaepernick, der zuletzt 2016 für die San Francisco 49ers in der amerikanischen Profiliga NFL spielte, postete ein Foto der Kampagne auf seinen sozialen Kanälen. Es zeigt eine Nahaufnahme von seinem Gesicht mit dem Schriftzug: „Glaube an etwas, auch wenn das heißen sollte, alles andere zu opfern“. Der Sportler hatte vor zwei Jahren eine Protestwelle von Spielern der Profiliga NFL gestartet, die sich während der amerikanischen Hymne durch Kniefälle oder erhobene Fäuste gegen Polizeibrutalität und Rassen-Ungleichheiten aussprachen. Trump regte sich darüber heftig auf und forderte die Teams auf, Sanktionen gegen die Spieler zu verhängen. Die 49ers entließen ihren Spielmacher zum Ende der Saison 2016/17, seitdem findet er keine neue Mannschaft mehr.

Trump spricht von „furchtbarer Botschaft“

Mit seiner jüngsten Reaktion auf die Werbekampagne setzt Trump diesmal den Sponsor Nike unter Druck. Die Zusammenarbeit des Sportartikel-Riesen mit Kaepernick sende eine „furchtbare Botschaft“ aus, sagte Trump im Weißen Haus der konservativen Internetseite „The Daily Caller“. Der US-Präsident verwies in dem Interview auch darauf, dass Nike in New York Mieter in einem seiner Gebäude sei: „Sie zahlen viel Miete.“

Nach all diesen Querelen reagierte die Aktie des Konzerns aus Beaverton (Bundesstaat Oregon) spürbar auf die Verbalattacke, sie verloren an der New Yorker Börse 3,2 Prozent. Der nordamerikanische Marken-Vizepräsident für Nike, Gino Fisanotti, sagte dem TV-Sender ESPN zu Kaepernick: „Wir glauben, Colin ist einer der inspirierendsten Sportler seiner Generation, der die Plattform Sport dazu nutzte, um die Welt zu verbessern.“

„Der Sport wird benutzt, um zu spalten“

Neben dem ehemaligen NFL-Spieler sind unter anderem auch Odell Beckham Jr. (American Football), Serena Williams (Tennis) und LeBron James (Basketball) Teil der „Just Do It“-Kampagne. Insbesondere James – einer der größten Stars der US-Profiliga NBA – war von Trump ebenfalls angegriffen worden. Der Basketballer hatte sich in einem Interview jüngst erneut kritisch über den US-Präsidenten geäußert.

„In den vergangenen Monaten habe ich festgestellt, dass er den Sport dazu benutzt, um uns zu spalten“, sagte der dreimalige NBA-Meister und Olympiasieger. Kollegen wie Stephen Curry hatten einen Besuch im Weißen Haus aus Protest gegen Trumps Verhalten abgelehnt.

Von dpa/RND/hma

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