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Panorama Wilde Verfolgungsjagd – Polizist klammert sich auf Motorhaube fest
Nachrichten Panorama Wilde Verfolgungsjagd – Polizist klammert sich auf Motorhaube fest
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09:51 24.10.2018
Ein Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolfoto). Quelle: imago/Ralph Peters
Oschatz

Eine wilde Verfolgungsjagd hat sich ein 45 Jahre alter Mann in Oschatz (Sachsen) mit der Polizei geliefert. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag – Einzelheiten teilte die Polizei allerdings erst jetzt mit.

Demnach wollte eine Polizeistreife gegen 12 Uhr einen Audi im Bereich des Bahnhofes einer Verkehrskontrolle unterziehen. Der Audi-Fahrer habe jedoch sowohl die optische Aufforderung „Stopp Polizei“ wie auch später Blaulicht und Martinshorn ignoriert und sei mit überhöhter Geschwindigkeit und teilweise im Gegenverkehr davongefahren.

Vor einer Bahnunterführung musste der Audi-Fahrer jedoch anhalten, da viele Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge aufgrund des herannahenden Blaulichtes gestoppt hatten. Der Audi setzte in einer Einfahrt zurück und wollte offensichtlich wenden. Daraufhin sprang einer der Polizisten aus dem Einsatzfahrzeug, rannte zur Fahrertür des Audis und forderte den Fahrer lautstark auf, die Fahrt zu beenden und auszusteigen.

Der zweite Polizist versuchte, den Funkstreifenwagen so zu stellen, dass der Audi nicht vorbei konnte. Der Fahrer habe jedoch das Geschehen um ihn herum ignoriert, er habe sogar die Tür von innen verriegelt und den Pkw weiter zurückgesetzt, um seinen Wagen doch noch zu wenden, berichtete die Polizei weiter.

Polizist springt auf Motorhaube

Durch dieses Manöver stand der 43-jährige Polizeibeamte letztlich eingekeilt zwischen dem Audi und dem Funkstreifenwagen, direkt vor der Motorhaube des Audis. Als der Audi dann wieder anfuhr konnte er nirgendwohin ausweichen – außer nach oben. Er sprang daraufhin hoch und landete mit den Knien auf der Motorhaube des Audis. Um nicht herunterzufallen, ließ er sich nach vorne fallen und griff mit beiden Händen nach der Motorhaube und einem Scheibenwischer.

Nun habe der Audi eine scharfe Kurve vollführt, so die Polizei. Der Pkw fuhr am Heck des Streifenwagens vorbei und raste weiter. Dem Polizisten auf der Motorhaube blieb nichts anderes übrig, als sich krampfhaft festzuhalten – und das trotz der vehementen Versuche, abgeschüttelt zu werden. Der Audi-Fahrer habe auf bis zu 70 Kilometer pro Stunde beschleunigt, zwei Bremsungen vollführt und sei in Schlangenlinien gefahren, um den Beamten abzuwerfen, der um sein Leben bangte.

Die Pistole gezogen

Kurz vor einem Kreisverkehr hatte der hinterherfahrende Kollege im Funkstreifenwagen den Audi wieder erreicht und fuhr mit ihm auf selber Höhe. Der Audi wurde schließlich langsamer und hielt rechts auf dem Bürgersteig an. Kaum, dass der Wagen gestoppt hatte, glitt der Polizist von der Motorhaube herunter, fasste sich kurz und zog nach seiner Waffe, um seinen Kollegen, der den Fahrer aus dem Wagen komplimentierte, abzusichern.

Der 45-Jährige wehrte sich vehement gegen die Festnahme. Mit einfacher körperlicher Gewalt und dem Einsatz von Pfefferspray wurde er dennoch zu Boden gebracht und fixiert. Da bei dem Mann Alkoholgeruch wahrgenommen wurde, führten hinzugerufene Kollegen einen Atemalkoholtest durch, der ein Promille ergab. Angesichts des gesamten Geschehens habe es beinahe an ein Wunder gegrenzt, dass der Beamte auf der Motorhaube nur Abschürfungen an den Händen erlitt, erklärte die Polizei.

45-Jähriger muss in Untersuchungshaft

Nach diesem Vorfall wurde durch den diensthabenden Staatsanwalt die vorläufige Festnahme des Mannes, der sich zuvor noch keiner Straftat schuldig gemacht hatte, angeordnet. In seiner Vernehmung äußerte er sich nicht zum Sachverhalt und wurde noch am Sonnabend dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der aufgrund der vorliegenden Sachlage und der drohenden Fluchtgefahr entschied, Untersuchungshaft anzuordnen.

Laut Polizei werde nun gegen den 45-Jährigen wegen des „besonders schweren Falls des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit vorsätzlich gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt“.

Von RND

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