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Panorama Verkehr und Wohnungsmarkt: Darüber sorgen sich deutsche Großstädter
Nachrichten Panorama Verkehr und Wohnungsmarkt: Darüber sorgen sich deutsche Großstädter
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13:38 20.08.2018
Wenn der Arbeitsweg zur Tortur wird: Der Verkehr gehört zu den größten Problemen in deutschen Großstädten. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Köln

Der hart umkämpfte Wohnungsmarkt, die steigende Schadstoffbelastung oder doch die Flüchtlingsdebatte – was beschäftigt die Großstädter am meisten? Das jüngste RTL/n-tv-Trendbarometer zeigt, dass die Prioritäten sich regional stark unterscheiden und die öffentliche Wahrnehmung längst nicht überall den Problemen der Bürger entspricht.

„Die Ergebnisse zeigen, dass man nicht von einem durch homogene Einstellungen geprägten urbanen Lebensraum in der Republik ausgehen kann“ , sagte der Forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL. Die in der Politik überpräsente Flüchtlingsdebatte jedoch spielt in den 15 größten Städten Deutschlands eher eine untergeordnete Rolle. Was ist stattdessen Thema in den Metropolen? Ein Überblick:

Schadstoffbelastung, Kriminalität und der Arbeitsmarkt – die Probleme in Deutschlands Großstädten sind vielfältig. Ein Überblick:

Verkehrsprobleme

Baustellen und Staus und dadurch lange und stressige Autofahrten – über etwaige Verkehrsprobleme beklagen sich vor allem Bürger in den Zentren von München (85%), Stuttgart (77%) und Düsseldorf (74%).

Wohnungsmarkt

Die Münchner (83%) beschäftigt gleich ein zweites elementares Problem: Der knappe Wohnungsmarkt mit wenig Auswahl, vielen Bewerbern und überdimensionalen Mieten. Auch die Frankfurter (64%) und die Stuttgarter (52%) bewerten ihren örtlichen Wohnungsmarkt als extrem angespannt. Ganz anders sieht das in Dortmund, Essen und Duisburg aus – im Ruhrpott klagen unter 20 Prozent über die harte Suche nach einer Wohnung.

Schadstoffbelastung und Dreck

In Stuttgart hingegen scheint es öfter mal dicke Luft zu geben: Hier zählt die Schadstoffbelastung zu den größten Problemen für die Bürger (48%). Trotzdem belegt Köln Platz eins unter den dreckigsten Städten Deutschlands – und das seit Jahren. Das fällt natürlich auch den Bürgern auf.

Kita und Schule

Auch das Angebot an Kitaplätzen scheint in deutschen Großstädten sehr weit auseinanderzudriften, denn während 24 Prozent der Leipziger über den Mangel an Betreuungsplätzen für ihre Kinder klagen, sehen lediglich zwei Prozent der Stuttgarter ein Problem in diesem Bereich. Die Bremer beschäftigt eher der dürftige Zustand der Schulen: 41 Prozent der Bürger sehen hier Handlungsbedarf.

Kriminalität

Brennpunkte gibt es wohl in jeder Großstadt. Kriminalität wird trotzdem nicht als übergeordnetes Problem wahrgenommen. In Leipzig fürchten sich die meisten Menschen (29%) vor Überfällen, gefolgt von Berlin (21%) und Essen (19%). Mit unter fünf Prozent fühlen sich die Bürger in Nürnberg, Stuttgart und München eher sicher und haben wenig Angst vor Kriminalität.

Arbeitsplatzmangel

Der Arbeitsmarkt boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt deutschlandweit. Im Ruhrgebiet ist der Arbeitsplatzmangel dennoch Thema – 27 Prozent der Dortmunder und 24 Prozent der Duisburger klagen über die Situation am Arbeitsmarkt. In Frankfurt, Stuttgart und München dagegen sieht kaum jemand die Lage am Arbeitsmarkt kritisch.

Flüchtlinge und Rassismus

Die fremdenfeindliche Bewegung Pegida versucht vor allem im Osten des Landes mit Demonstrationen neue Anhänger zu gewinnen – mit eher mäßigem Erfolg, wie das RTL/n-tv-Trendbarometer zeigt: Nur zehn Prozent der Dresdner sehen Flüchtlinge als Problem an, dafür klagen 34 Prozent der Bürger über den Wachstum der rechten Szene in ihrer Stadt. Und auch sonst ist die von Politikern viel diskutierte Flüchtlingsfrage bei den Bürgern in deutschen Großstädten eher zweitrangig. Lediglich in Duisburg beschäftigen sich 41 Prozent der Bürger mit den Flüchtlingen, in Essen und Dortmund bewegt sich die Zahl der Kritiker bei Mitte zwanzig. Für alle anderen Großstädter hatten andere Anliegen Vorrang.

Von RND/lf

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