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Panorama „VW-Hasser“ beschmiert Autos mit Kleber: Schaden von 1,5 Millionen Euro
Nachrichten Panorama „VW-Hasser“ beschmiert Autos mit Kleber: Schaden von 1,5 Millionen Euro
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22:31 21.11.2018
Sandro Spagnolo zeigt die Motorhaube seines VW mit den Spuren des aggressiven Klebers. Quelle: Andrea Müller-Kudelka
Wolfsburg

Eine Serie der Kleber-Attacken auf VW-Fahrzeuge in Wolfsburg nimmt immer größere Dimensionen an: Mehr als 460 neuwertige Autos sind inzwischen beschmiert worden. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf etwa 1,5 Millionen Euro. Über den „mutmaßlichen VW-Hasser“ hat jetzt auch das NDR-Fernsehen berichtet – und sich in der VW-Stadt auf Spurensuche begeben.

Fest steht: Ziel des Täters oder der Täter sind zu 99 Prozent Leasingfahrzeuge von VW, die Werksmitarbeiter zu günstigen Konditionen fahren können. Die Autos sind an der Kennzeichen-Kombination aus WOB für Wolfsburg in Verbindung mit einem Buchstaben und vier Ziffern relativ leicht zu erkennen. Begonnen hatte die Serie im April 2017, die Tatorte liegen über das gesamte Stadtgebiet verteilt.

Fahrzeuge mit Sekundenkleber beschmiert

Bei seinen nächtlichen Streifzügen verwendet der Täter einen schnell aushärtenden Sekundenkleber, der den Lack bis auf das Metall zerfrisst – und auch dieses angreift. Der Schaden ist immens: Die Bandbreite reicht von 2000 Euro für einen neuen Kotflügel bis 8000 Euro für mehrere Autoteile. In Einzelfällen entstand sogar wirtschaftlicher Totalschaden, eine Reparatur lohnte nicht mehr.

Der Kleber ist auch ein wichtiger Anhaltspunkt für die Ermittler. Der Täter benötige rund 10 bis 15 Gramm pro Fahrzeug, so ein Ermittler in dem NDR-Bericht. Woher der Kleber stammt sei unklar. Erhältlich sei dieser sicher über das Internet. Eine andere Vermutung: Der Täter könnte an seinem Arbeitsplatz Zugriff auf größere Mengen Kleber haben. Die Gesamtkosten für den bisher verwendeten Kleber lägen sicher im vierstelligen Bereich, erklärte Thomas Figge, Presesprecher der Wolfsburger Polizei, gegenüber der „Wolfsburger Allgemeinen Zeitung“.

Ermittlungsgruppe „Kleber“ eingerichtet

Weiterhin unklar ist das Motiv des Täters: Es könnte sich um einen ehemaligen VW-Mitarbeiter handeln, der im Unfrieden von seinem Arbeitgeber geschieden ist, oder um eine Person, die nicht damit einverstanden ist, dass eine bestimmte Personengruppe vorteilhafte Konditionen beim Erwerb oder Leasing erhält. Vor einem Jahr richtete die Polizei die Ermittlungsgruppe „Kleber“ ein.

In dem NDR-Bericht kommen auch zwei betroffene Wolfsburger zu Wort: Astrid Frejno, die ihren Golf nur kurz vor dem Haus ihrer Eltern geparkt hatte, um joggen zu gehen. Als sie zurückkam sah sie einen Mann flüchten – möglicherweise sogar den Täter. Er war groß, etwa 20 und 30 Jahre alt. An der Heckklappe ihres Fahrzeugs: Sekundenkleber! Berichtet wird auch über den Wolfsburger Sandro Spagnolo, der bereits zwei Mal von einer Kleber-Attacke betroffen war und pro Schadensfall nun 500 Euro Selbstbeteiligung zahlen muss. Wie viele andere VW-Werkmitarbeiter auch...

Von RND/Michael Lieb

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