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Für Hoeneß kann es jetzt ganz schnell gehen

Morgen Urteil? Für Hoeneß kann es jetzt ganz schnell gehen

Der dritte Tag im Strafprozess gegen Uli Hoeneß dauerte nur 90 Minuten. Der Verteidiger des Bayern-Präsidenten hatte eingeräumt, von den 27,2 Millionen Euro Steuerschulden gewusst zu haben, die am Dienstag bekannt wurden. Vermutlich fällt nun doch schon am Donnerstag das Urteil.

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Im Prozess gegen Uli Hoeneß ist der dritte Verhandlungstag nach eineinhalb Stunden beendet worden.

Quelle: dpa

München. Es ist jetzt wieder wahrscheinlich geworden, dass es im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß wie geplant am Donnerstag zu einer Entscheidung kommt. "Das Gericht hat klargestellt, dass wenn morgen keine Beweisanträge mehr gestellt werden, auch die Plädoyers und die Urteilsverkündung folgen können", sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz.

Die Verteidigung des Bayern-Präsidenten hatte zuvor die von einer Finanzbeamtin auf 27,2 Millionen Euro bezifferten Steuerschulden akzeptiert. „Die Zahlen hält die Verteidigung für sachgerecht, da zweifeln wir nicht dran“, sagte Hoeneß‘ Anwalt Hanns W. Feigen.

Die Verteidigung sei von den am Mittwoch bekanntgewordenen Zahlen keineswegs überrascht gewesen. "Wir sind ja nicht dämlich!", sagte Feigen und betonte zudem: "In der Selbstanzeige, die Herr Hoeneß am 17. Januar 2013 eingereicht hat, sind sämtliche Zahlen bereits enthalten."

Doch Feigen selbst war es, der am Montag gegenüber Journalisten die Summe von 18,5 Millionen hinterzogener Steuern nannte. Hoeneß selbst hatte in seinem Geständnis nur von einer "Steuernachzahlung im zweistelligen Millionenbereich" gesprochen. Am Dienstag hatte Feigen eine viel einfachere Rechnung aufgemacht: Ungefähr 60 Millionen Euro von Hoeneß' Zockergewinnen seien steuerpflichtig, beim Spitzensteuersatz ergäbe das eine Nachzahlung von knapp 30 Millionen Euro. Warum er diese Summe nicht gleich am Montag nannte, konnte Feigen am Mittwoch nicht schlüssig erklären.

Ohnehin war Uli Hoeneß bei seinen Schweizer Spekulationen und den daraus folgenden Steuerproblemen immer wieder von Personen umgeben, die ihm eher schadeten als halfen. Es beginnt mit seinem Zürcher Banker-Freund, "dem Jürg". Der unterließ es anscheinend, Hoeneß darauf hinzuweisen, dass die Abteilung "Private Banking" bei Vontobel bereits ab 2008 ihre deutschen Kunden dazu drängte, ihre Steuersachen ins Reine zu bringen. Das berichtet die "Basler Zeitung". Hoeneß war kein "Private Banking" Kunde, doch dem leitenden Vontobel-Banker Jürg H. muss die Weißgeld-Strategie seines Hauses bekannt gewesen sein.

Die beiden ebenfalls geladenen Zeugen aus der Finanzverwaltung konnten nichts wesentlich Neues zum Sachstand beitragen. Ein mildes Urteil ist nun endgütig unwahrscheinlich geworden. "Die Selbstanzeige ist ungültig", ist Ken Heidenreich, Sprecher der Staatsanwaltschaft, überzeugt. Denn dort sei angegeben worden, dass Hoeneß nur in den Jahren steuerpflichtige Einnahmen in der Schweiz hatte, in denen er hohe Gewinne mit Devisentermingeschäften einfuhr. Jedoch hat der 62-Jährige jedes Jahr Einnahmen aus Zinsen und Dividenden erzielt.

Zwischen 2005 und 2008 nahm Hoeneß laut Anklage jährlich mehr als drei Millionen Euro aus solchen Kapitalerträgen ein. Diese können nicht mit Verlusten aus Spekulationsgeschäften verrechnet werden. Diese Einnahmen hat Hoeneß' Steuerberater erst mehrere Wochen nach Abgabe der Selbstanzeige nachgereicht.  

Von Jan Sternberg (mit: dpa)

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