Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
In Tokio wächst die Angst vor der radioaktiven Wolke

Liveticker In Tokio wächst die Angst vor der radioaktiven Wolke

Tag 4 nach der Jahrhundertkatastrophe: Erhöhte Strahlung, neue Hiobsbotschaften aus der Atomanlage in Fukushima. Es droht weiterhin der nukleare Super-Gau. In Japan wächst die Sorge vor atomarer Verseuchung.

Voriger Artikel
Dritte Explosion erschüttert Kernkraftwerk Fukushima
Nächster Artikel
China und Indien droht extremer Frauenmangel

Menschen in Japan infomieren sich über die Katastrophe in Fukushima.

Quelle: dpa

10.45 Uhr: Löcher am Reaktor 4
In der Wand von Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press am Dienstag unter Berufung auf die Nukleare Sicherheitsagentur des Industrieministeriums. Der Kraftwerkbetreiber Tepco hatte den Behörden die Löcher in der Nordwestwand des Reaktors gemeldet. In dem Reaktor hatte es zwischenzeitlich gebrannt.

10.07 Uhr: Nordwind droht Schadstoffe nach Tokio zu wehen
In Japan dreht der Wind vorübergehend auf Nord und droht, radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren Richtung Tokio zu wehen. Einige Stunden lang wehe der Wind am Dienstag (Mitteleuropäischer Zeit) in Bodennähe aus Norden, sagte Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag. In Höhen von über 1000 Metern bleibe es bei der kräftigen Westströmung von der japanische Küste auf den Pazifik. Am Dienstagabend soll auch in tieferen Lagen der Wind wieder auf West drehen. Schadstoffe würden dann wieder auf das offene Meer geweht.

9.23 Uhr: Behörden bereiten Evakuierung vor
In drei Präfekturen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorbereitungen auf die Evakuierung begonnen. Die Regierung der Präfektur Yamagata stelle eine Liste mit Schutzräumen für die Flüchtenden zusammen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. „Wir arbeiten daran festzustellen, wie viele Evakuierte wir aufnehmen und welche Einrichtungen wir als Unterschlupf nutzen können“, sagte eine Sprecher der Präfektur Tochigi.

9.00 Uhr: Kühlung in Reaktoren 1 und 3 stabil
Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Im Reaktor 2 war es am Morgen (Ortszeit) zu einer neuen Explosion gekommen, wobei laut Regierung erstmals eine innere Reaktorhülle beschädigt wurde.

8.30: Börse in Tokio reagiert mit riesigen Kursverlusten
Mit dramatischen Kursverlusten hat Tokios Börse am Dienstag auf die neuen Hiobsbotschaften vom Atomkraftwerk Fukushima reagiert. Am zweiten Handelstag nach der Naturkatastrophe in Japan stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zweistellig ins Minus. Er schloss mit einem Abschlag von 1105,34 Punkten oder 10,55 Prozent bei 8605,15 Punkten.

8.16 Uhr: Ministerpräsident kritisiert AKW-Betreiber
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat die den Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf kritisiert. „Das Fernsehen berichtet von einer Explosion. Aber dem Büro des Premiers wird eine Stunde lang nichts gesagt“, zitierte ihn die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Die Regierung und die Öffentlichkeit seien unzufrieden mit der Informationspolitik. Kan verlangte von der Betreibergesellschaft Tepco, ihre Mitarbeiter nicht aus der Anlage abzuziehen.

 

8.15 Uhr: Innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt
Die Atomkatastrophe in Japan hat eine neue Dimension erreicht. Bei einer erneuten Explosion im Kernkraftwerk Fukushima wurde am Dienstag nach Regierungsangaben erstmals eine innere Schutzhülle eines Reaktorblocks beschädigt. Die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer „sehr schlimmen“ Lage. Die Strahlung in der Umgebung steige dramatisch. Zudem hat der Wind gedreht und weht Richtung Süden, wo auch Tokio liegt .

7.19 Uhr: Greenpeace-Experten warnen vor Fallout
Die Angaben der japanischen Regierung über einen beschädigten Reaktorbehälter deuten nach Einschätzung eines Greenpeace-Experten auf eine „neue Dimension der Katastrophe“ hin. Sollten die Informationen stimmen, könnten große Mengen von Radioaktivität freigesetzt werden, sagte Energieexperte Tobias Münchmeyer am Dienstag. „Wie schnell sich die Radioaktivität weiterverbreitet, ist nicht einzuschätzen.“

6.58 Uhr: Erhöhte Strahlung in Tokio gemessen
Nach einer neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima ist die radioaktive Strahlung auch in der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio angestiegen. Die Werte seien aber kein Risiko für die Gesundheit, teilte das Wissenschaftsministerium am Dienstag nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. In Tokio wurden geringe Mengen radioaktiver Substanzen gemessen, darunter Cäsium und Jod, wie die Verwaltung der Metropolregion erklärte.

6.14 Uhr: Luftraum über Fukushima gesperrt
Nach einer weiteren Explosion im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima ist der Luftraum über der Anlage gesperrt worden. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagmittag (Ortszeit) unter Berufung auf die Regierung. Bei der Detonation wurde vermutlich auch der Reaktorbehälter beschädigt.

4.23 Uhr: Feuer im Reaktor 4 gelöscht
Das Feuer im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima ist offenbar gelöscht. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

3.30 Uhr: Regierung warnt Bevölkerung vor radioaktiver Wolke
Die Strahlung rund um die beschädigten Reaktoren in Fukushima hat nach Angaben der Regierung gefährliche Werte erreicht. "Wir reden jetzt über eine Strahlendosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann", sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Anwohner, die sich trotz Evakuierungsanordnung noch in dem Sicherheitsradius befinden, sollten Türen und Fenster geschlossen halten und beispielsweise keine Wäsche nutzen, die draußen hängt. Mit zunehmender Entfernung vom Atomkraftwerk werde die Strahlung geringer, sagte Regierungssprecher Edano. "Wir können unser Alltagsleben weiterführen", erklärte er.


3.24 Uhr: Menschen sollen in ihren Wohnungen bleiben
Die japanische Regierung hat nach der neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima die Bevölkerung aufgefordert, in einem Umkreis von 30 Kilometern in geschlossenen Räumen zu bleiben. Ministerpräsident Naoto Kan sagte am Dienstag, die meisten Menschen in einem Radius von 20 Kilometer um das Atomkraftwerk hätten das Gebiet bereits verlassen. Bei der Explosion in Block 2 am Dienstag sei wahrscheinlich ein Teil des Reaktorbehälters beschädigt worden, bestätigte Edano. Regierungssprecher Yukio Edano sagte, in den Reaktorblöcken 1 bis 3 werde das Einpumpen von Wasser planmäßig fortgesetzt. Es gelte jetzt, diese Kühlung aufrechtzuerhalten. Nach der Explosion im Reaktor 2 sei eine begrenzte Menge Radioaktivität ausgetreten, sagte Edano.

3.12 Uhr: Brand in Reaktor 4 in Fukushima
Im Reaktor 4 im Atomkraftwerk Fukushima Eins ist es zu einem Brand gekommen. Das teilte der Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag mit.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung

Termine

Alle Veranstaltungen in Peine, Gifhorn, Wolfsburg und Hannover

PAZ E-Paper-App

Die Peiner Allgemeine Zeitung für Tablets und Smartphones

Probeabo

Zwei Wochen lang täglich kostenlos die PAZ lesen

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr