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Panorama Tödlicher Autounfall sollte Mord verdecken
Nachrichten Panorama Tödlicher Autounfall sollte Mord verdecken
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12:31 19.07.2018
Der Unfall an einer Raststätte in Hessen hat sich im Nachhinein als Verbrechen herausgestellt. Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen/dpa
Gießen

Es klingt wie der Stoff eines Kriminalromans: In der Nähe einer Autobahnraststätte wird ein Mann tot in seinem Auto gefunden – der Wagen ist gegen einen Baum gefahren. Doch 20 Jahre später findet die Polizei heraus: Der Tote wurde erschossen. In Hessen ist das aber offenbar tatsächlich so passiert.

Dort hat sich ein vermeintlicher Autounfall mit einem Toten im Nachhinein als Verbrechen herausgestellt. Die Ermittlungen ergaben, dass der tot entdeckte Autofahrer im April 1997 mit einem Genickschuss umgebracht wurde, wie die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen am Donnerstag mitteilten.

Das Auto, in dem bei einem vermeintlichen Unfall in der Nähe der Raststätte Wetterau ein toter Mann gefunden wurde. Quelle: dpa

Der 45 Jahre alte Türke Adem Bozkurt war am 4. April 1997 frühmorgens in Ober-Mörlen (Wetteraukreis) tot in seinem BMW gefunden worden. Die Umstände hätten auf einen tödliche Unfall hingedeutet, das Fahrzeug war offenbar gegen einen Baum geprallt. Es sei deshalb auf eine rechtsmedizinische Untersuchung verzichtet worden, berichteten die Ermittler.

Ende 2014, Anfang 2015 habe ein Zeuge den Hinweis gegeben, dass Bozkurt ermordet worden sei. „Infolge akribischer Aufarbeitung des damaligen Unfallgeschehens, der Einholung eines rekonstruierenden Kfz-Sachverständigengutachtens und diversen Zeugenvernehmungen erhärtete sich der Verdacht, dass Bozkurt tatsächlich erschossen und das Tötungsdelikt als Verkehrsunfall getarnt worden war“, heißt es.

Daraufhin sei die in der Türkei beigesetzte Leiche exhumiert und ein Genickschuss festgestellt worden. Die Ermittler gehen von Mord aus, Motiv könnten Streitigkeiten um das Geschäft mit Toilettenanlagen an Autobahnraststätten gewesen sein.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind nun nach eignen Angaben erstmals mit dem spektakulären Fall an die Öffentlichkeit gegangen und erhoffen sich davon Hinweise auf die Täter. Der Fall soll am kommenden Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorgestellt werden.

Von RND/dpa

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