Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Sturmtief „Burglind“ fegt über Deutschland
Nachrichten Panorama Sturmtief „Burglind“ fegt über Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 03.01.2018
Polizisten beseitigen am in Köln einen umgestürzten Baum von einer Straße. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Als erster Sturm des Jahres zieht Tiefdruckgebiet „Burglind“ am Mittwoch über die Bundesrepublik hinweg. Starkregen behinderte am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Straßen waren blockiert und der Regionalverkehr der Bahn gestört. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Mancherorts wurden Böen mit Windstärke zwölf gemessen.

Das Tief „Burglind“ bringt Deutschland im Januar Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern, heftige Regenfällen und Gewitter. Im Westen wurden zahlreiche Straßen überschwemmt, umgestürzte Bäume behinderten den Straßen- und Zugverkehr.

Der Deutsche Wetterdienst veröffentlichte vorab amtliche Warnungen für mehr als hundert Landkreise. Vor allem im Westen und Süden, aber auch im Norden sorgen Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometer für Gefahr. Für die kommenden Stunden sei zudem mit Sturmfluten an den Küsten zu rechnen.

Im Süden und im Westen des Landes hat sich die Lage am Vormittag noch nicht beruhigt. Quelle: DWD

Teilweise könnten bis zu 15 Liter Regen pro Quadratmeter in der Stunde fallen sowie Keller und Straßen überflutet werden, informierten die Meteorologen. Auch das Bundeskriminalamt und die Polizei warnten via Twitter vor Sturm, Überflutungen und herumfliegenden Gegenständen.

In Selm im südlichen Münsterland konnte der Lokführer einen Regionalzug nicht mehr rechtzeitig vor einem umgestürzten Baum zum Stehen bringen. Der Zug prallte auf den etwa 50 Zentimeter dicken Stamm, sprang aus den Schienen und rutschte dann noch etwa 120 Meter weiter. Verletzt wurde nach Angaben der Bundespolizei niemand. Es waren rund 70 Fahrgäste im Zug. Die Feuerwehr holte sie nach und nach aus dem demolierten Fahrzeug. Sie sollten mit Bussen fortgebracht werden.

Deutsche Bahn informiert über Streckensperrungen

Die Deutsche Bahn informierte die Fahrgäste via Twitter und auf ihrer Webseite über die Ausfälle im Regional- und Fernverkehr. Hier erfahren Sie, was mit ihrem Ticket passiert.

Am Frankfurter Flughafen musste nach Angaben eines Sprechers das Anflugsystem wegen des Sturms verlangsamt werden. Dadurch seien nur noch 40 statt der sonst etwa 60 Starts und Landungen pro Stunde möglich.

In Bayern blieben am Mittwoch mehrere Zoos aus Sicherheitsgründen geschlossen. „Bei orkanartigen Böen besteht beim alten Baumbestand Hellabrunns eine starke Gefahr vor herunterfallenden Baumteilen. Gefährliche Tiere wie Großkatzen und Bären bleiben in ihren Ställen“, teilte der Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn mit.

Auch die Betreiber der Zugspitzbahn teilten mit, dass die Zahnradbahn ausschließlich zwischen den Zugspitzbahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Eibsee verkehre - auf Deutschlands höchsten Berggipfel geht es aber nicht. Auch das Skigebiet Garmisch-Classic bleibe geschlossen. Andernorts könnten ebenfalls Liftanlagen wegen des drohenden Sturms den Betrieb einstellen, hieß es in einer Mitteilung weiter.

Namensgebung: Warum heißt der Sturm eigentlich Burglind?

Für die Benennung von Tief- und Hochdruckgebieten ist seit 1954 das Meteorlogische Institut der Freien Universität Berlin zuständig. In geraden Jahren tragen die Hochdruckgebiete männliche Vornamen und Tiefdruckgebiete weibliche. In ungeraden Jahren ist es andersherum.

Bis auf Skandinavien und die Britischen Inseln werden die Namen in anderen europäischen Ländern meist übernommen. Seit 2002 können Namenspatenschaften am Institut erworben werden. Für derzeit 236,81 Euro trägt ein Tiefdruckgebiet zum Beispiel den Namen seines Wetterpaten. Für das Jahr 2018 sind die Patenschaften weitgehend vergeben. Vor allem Namen mit seltenen Anfangsbuchstaben wie X,Y oder Z sind jedoch noch frei. Das Geld kommt der studentischen Forschung des Instituts zu Gute.

Von RND/dpa

Die Opposition spricht vom „Tag der offenen Tür“, die Bevölkerung kann angesichts der Ausbruchserie in der JVA Plötzensee nur mit dem Kopf schütteln: Innerhalb von fünf Tagen flohen neun Häftlinge aus dem Gefängnis in Berlin. Drei von ihnen sitzen mittlerweile wieder in ihren Zellen.

03.01.2018
Panorama Straßenpoller und Schranken - New York schützt sich vor Anschlägen

Die US-Metropole New York schützt sich mit Tausenden Straßenpollern und Schranken vor möglichen Angriffen durch Autos und Lastwagen. Insgesamt investiert die Stadtverwaltung 41 Millionen Euro für mehr Sicherheit.

03.01.2018

In Peru ist ein Bus von einer Klippe gestürzt. Dabei seien mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen, teilte die Polizei in der Nacht zum Mittwoch mit. Da zum Unfallzeitpunkt mehr als 50 Menschen in dem Fahrzeug gewesen seien, befürchtete sie, dass es noch weitere Tote gegeben habe.

03.01.2018
Anzeige