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Panorama Silvester-Todesfall kein Mord, sondern „tragisches Unglück“
Nachrichten Panorama Silvester-Todesfall kein Mord, sondern „tragisches Unglück“
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16:57 22.01.2019
Polizeibeamte stehen an der Stelle in Schönberg an der eine 39 Jahre alte Frau in der Silvesternacht durch einen Schuss ums Leben gekommen ist. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Nach dem tödlichen Schuss auf eine Frau beim Silvesterfeuerwerk in Schönberg (Kreis Plön) gehen die Ermittler nicht mehr von einer gezielten Tötung aus. Im direkten Umfeld der Frau habe man „keinerlei Motiv feststellen können“, das auf eine derartige Tat hindeute, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Dienstag. Zuvor hatte unter anderem der Radiosender RSH darüber berichtet.

Den bisherigen Erkenntnissen zufolge gebe es zwei wahrscheinliche Szenarien, sagte Bieler: Möglich sei, dass der Täter auf etwas ganz anderes – beispielsweise ein Straßenschild – gezielt habe „und dabei schlichtweg sein Ziel verfehlt hat“. Oder aber er habe „irgendwo ins Nirgendwo“ schießen wollen und dabei die Frau getroffen.

Metallsplitter im Kopf der Frau

Die Mutter von drei kleinen Kindern hatte in der Silvesternacht mit ihrem Mann vor der Tür das Feuerwerk genießen wollen. Nach wenigen Minuten brach sie tödlich getroffen zusammen. Im Kopf der Frau wurden Metallsplitter gefunden. Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass ein Kleinkalibergeschoss die 39-Jährige getroffen hat. Genauere Hinweise auf die Waffe gebe es aber derzeit nicht, sagte Bieler – es könne sich um eine Pistole, einen Revolver oder ein Gewehr gehandelt haben.

„Zurzeit gehen die Ermittler bei diesem tragischen Unglück, das sich in der Silvesternacht in der Goethestraße in Schönberg zugetragen hat, von keiner gezielten Schussabgabe aus“, teilte auch die Polizei mit. Bei den Ermittlern gingen etliche Hinweise ein, eine heiße Spur war aber nicht darunter. Die Polizei ist nach eigenen Angaben weiter auf der Suche nach Zeugen, die zur Aufklärung des Falls beitragen können. Am Mittwoch wollen Beamten deshalb Handzettel und Fahndungsplakate verteilen.

Von RND/dpa