Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Linienbus-Attentäter bittet um Entschuldigung
Nachrichten Panorama Linienbus-Attentäter bittet um Entschuldigung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:09 09.01.2019
Lübeck: Der Angeklagte sitzt beim Auftakt im Sicherungsverfahren wegen 48-fachen versuchten Mordes im Gerichtssaal. Quelle: dpa/Carsten Rehder
Lübeck

In Lübeck hat ein halbes Jahr nach einer Messerattacke in einem Linienbus mit zwölf Verletzten der Prozess gegen den 34 Jahre alten Angeklagten mit einer Entschuldigung begonnen. Er habe Menschen Leid zugefügt, das sei nicht richtig gewesen und tue ihm leid, sagte der 34-Jährige. Einsicht, dass er nach Einschätzung einer Gutachterin psychisch krank ist, zeigte er nicht.

Der Deutsch-Iraner soll im Juli 2018 in einem mit 48 Personen besetzten Linienbus Feuer gelegt und anschließend wahllos Fahrgäste mit einem Messer attackiert haben. Dabei wurden zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt, ein junger Mann konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Dem 34 Jahre alten psychisch kranken Mann wird versuchter Mord in 48 Fällen vorgeworfen. Der 34-Jährige habe in dem Wahn gehandelt, eine Verschwörung beenden zu müssen, sagte Staatsanwältin Ann-Sofie Portius am Mittwoch. 

DerLinienbus, in dem am 20.07.2018 ein Fahrgast Mitreisende mit einem Messer angriff, wurde vom Tatort abgeschleppt. Quelle: dpa/Markus Scholz

Angeklagter wurde in psychiatrische Klinik verlegt

Eine psychiatrische Sachverständige war in einem vorläufigen Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass der Angeklagte unter paranoider Schizophrenie leidet und für die Allgemeinheit gefährlich ist. Er war deshalb etwa einen Monat nach der Tat aus der Untersuchungshaft in eine psychiatrische Klinik verlegt worden. 

Der Angeklagte sitzt beim Auftakt im Sicherungsverfahren wegen 48-fachen versuchten Mordes im Gerichtssaal. Quelle: dpa/Carsten Rehder

In dem jetzt begonnenen Verfahren muss das Gericht entscheiden, ob er dauerhaft in die forensische Psychiatrie eingewiesen wird. Dazu wollen die Richter 35 Zeugen und zwei Sachverständige befragen. Ein Urteil wird Mitte März erwartet.

Von RND/dpa