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Panorama „Pretty Woman“ wird 50
Nachrichten Panorama „Pretty Woman“ wird 50
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09:00 28.10.2017
„Ein Lächeln wie ein Stern, der die halbe Welt erleuchtet“: Julia Roberts während der Filmfestspiele in Cannes 2016. Quelle: EPA
Hannover

Das fehlt zum 50. Geburtstag gerade noch. Die Ehe ist auf einem Tiefpunkt, so tief, dass sogar der Umzugswagen schon vor ihrem Haus gesichtet wurde. Sie macht keinen Sport mehr, isst massenweise Fast Food und verbringt ihre Tage bräsig vor dem Fernseher. 21,5 Kilogramm soll sie zugenommen haben, das berichten sogenannte Promi-Portale. Und nun wird sie am Sonnabend obendrein auch noch ein halbes Jahrhundert alt. Schlimm. Julia Roberts hat wirklich keinen Grund zum Feiern – oder vielleicht doch?

Schauspieler Julia Roberts ist 50 Jahre alt geworden. Sie kann auf eine tolle Karriere in Hollywood zurückblicken.

Wahrscheinlich wird sie all diese Meldungen einfach weglächeln. Mit diesem Lächeln, das eine „halbe Meile breit“ ist, „wie ein großartiger Stern“, der die „ganze Welt erleuchtet“. So zumindest hat es vor zwei Wochen Coldplay-Sänger Chris Martin ihr in einem selbst komponierten Lied attestiert. Martin war Überraschungsgast bei einer Gala in Beverly Hills, bei der Roberts für ihr Engagement im Kampf gegen Aids geehrt wurde. Füllig trat die schöne Julia bei diesem Termin keineswegs auf. Schön war sie auf jeden Fall, das ist verbürgt. Erst im April hat das US-Magazin „People“ die Schauspielerin zum fünften Mal zur „schönsten Frau der Welt“ gekürt. Das ist Rekord. Im November ziert sie den Titel der Zeitschrift „Harper’s Bazaar“. Dort lächelt sie, umgeben von Massen an rotem Tüll, dem Leser entgegen. Böse Zungen könnten behaupten, Tüll verhülle Taille.

„Ich war mir selbst am wichtigsten“

Im Interview mit der Zeitschrift zieht Roberts dann Bilanz. Selbstkritisch schaut sie auf ihre Anfänge in Hollywood zurück. „Ich selbst war mir am wichtigsten, eine egoistische kleine Göre, die herumlief und Filme machte.“ Damals lagen zahlreiche längere und kürzere Liebschaften hinter ihr – von Kiefer Sutherland über Lyle Lovett und Dylan McDermott. Inzwischen habe längst die Familie Vorrang. 2002 heiratete sie Kameramann Danny Moder, im Juli feierte das Paar seinen 15.  Hochzeitstag, zusammen mit den Zwillingen Hazel und Phinnaeus (12) und dem zehn Jahre alten Henry Daniel. Und um Scheidungsgerüchten vorzubeugen, schwärmt sie ganz nach Hollywood-Manier überschwänglich von ihrem Ehemann: „Durch Danny fand ich mich selbst.“ Er gebe ihrem Leben einen Sinn und lasse ihr Inneres strahlen. Äußerlich tut sie es schon lange. Ihr ansteckendes Lachen ist zum Markenzeichen geworden.

Alle Welt verliebte sich in die 23-jährige Julia

Als drittes Kind einer Südstaatenfamilie geboren, wächst Julia Roberts unweit von Atlanta in einfachen Verhältnissen auf. Ihre Eltern, die mehr schlecht als recht von einem fahrbaren Kindertheater leben, lassen sich früh scheiden. Mit der Komödie „Pizza Pizza – ein Stück Himmel“ hat Roberts 1988 ihren ersten Erfolg. Schon ein Jahr später bringt ihr eine Nebenrolle in dem Drama „Magnolien aus Stahl“ die erste Oscar-Nominierung ein. Als „Pretty Woman“ wird sie 1990 über Nacht zum Star. Sie spielt darin eine Aschenputtel-brave Prostituierte, die sich in einen reichen Geschäftsmann (Richard Gere) verliebt. Und was passiert? Alle Welt verliebt sich in die 23-jährige Julia. „Es ist nicht der schlechteste Film, der mich über mehr als 25 sonderbare Jahre verfolgt hat“, sagt sie einmal. Die Rolle klebt an ihr, ein wenig, aber nicht unangenehm. Zumindest ist sie nicht zum Fluch geworden. Es folgen charakterstärkere Rollen in „Flatliners“ (1990) oder „Dying Young“ (1991). Mit dem Thriller „Vor ihren Augen“ (2015) legt sie als gramerfüllte FBI-Agentin sogar ihr breites Lächeln gänzlich ab.

Rekordgage von 20 Millionen Dollar

Filme wie „Die Hochzeit meines besten Freundes“ (1997) und „Notting Hill“ (1999) lassen ihre Gagen klettern. Für „Erin Brokovich“ kann sie als erste Schauspielerin eine Rekordgage von 20 Millionen Dollar aushandeln. Überzeugend spielt sie eine Mutter, die einen mächtigen Energiekonzern in die Enge treibt. Für diesen Auftritt wird sie 2001 mit dem Oscar belohnt.

Heute gönnt sich die beinahe 50-Jährige längere Auszeiten. Derzeit wagt sich die bekennende Hinduistin mit ihrer ersten TV-Serie auf Neuland. Und das Thema Alter bleibt auch in ihrem Fall immer nur eine Frage der Perspektive – bedenkt man, dass ein 9000 Jahre altes Skelett aus Bulgarien nach Julia Roberts benannt wurde. Begründung: Das perfekt erhaltene Gebiss erinnerte die Archäologen sofort an das einmalige Lachen der Schauspielerin.

Von Heike Manssen / RND

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