Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Panorama Mann schießt bei Videospiel-Turnier um sich – drei Tote
Nachrichten Panorama Mann schießt bei Videospiel-Turnier um sich – drei Tote
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:17 27.08.2018
Bei einer Schießerei in Jacksonville sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Quelle: John Raoux/AP
Jacksonville

In einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum in Florida sind nach Angaben der Polizei zwei Menschen durch Schüsse getötet worden. Die Schüsse fielen am Sonntag bei einem eSports-Turnier, auf dem die Football-Simulation „Madden 19“ gespielt wurde. Elf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt. Neun von ihnen wurden von Schüssen getroffen, zwei weitere Personen zogen sich Verletzungen zu, als sie flüchteten.

Ein Mann hat bei einem Videospiel-Turnier im US-Bundesstaat Florida das Feuer eröffnet und zwei Menschen getötet.

Auch der mutmaßliche Schütze selbst ist tot, wie die Polizei der Stadt Jacksonville am Sonntagabend (Ortszeit) mitteilte. Der Mann habe sich erschossen, sagte Sheriff Mike Williams. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei ihm um einen 24-jährigen Weißen aus der rund 1000 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Baltimore handelt. Er sei wegen des Turniers in Jacksonville gewesen, sagte Williams. Das Motiv war zunächst unklar. Weitere Verdächtige gab es demnach nicht.

Viele Menschen hatten sich in dem Zentrum versteckt; sie wurden aufgerufen, den Notruf zu wählen und ihre Position zu melden. Auf einem Video, das von dem Turnier stammen soll, hört man im Hintergrund Schüsse und Schreie.

Auf Fernsehbildern war ein großes Polizeiaufgebot zu sehen. Ein SWAT-Team, also eine Spezialeinheit, suchte die Gegend ab.

Ein Vertreter eines professionellen Videospiel-Teams erklärte, einer seiner Spieler sei bei dem Turnier in Jacksonville gewesen, zum Glück aber nur leicht verletzt worden.

17 Menschen sterben bei Blutbad in Parkland

Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum mit dem Namen „The Landing“ befindet sich im Zentrum der Stadt am St. Johns Fluss. Dazu gehören laut Webseite zahlreiche Restaurants und eine Shoppingmall. Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880.000 Einwohner.

Der Bundesstaat war am 14. Februar Schauplatz eines Blutbades mit 17 Toten. An der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland erschoss ein 19-Jähriger damals 14 Jugendliche und 3 Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen. Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später wieder davon ab. Dafür wurde er scharf kritisiert.

Der Präsident wurde am Sonntag über den tödlichen Vorfall in Jacksonville unterrichtet, wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte. Eine Reaktion von Trump gab es zunächst nicht.

Von RND/dpa