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Offenbar mehr Häftlinge geflohen als bisher bekannt

Chaos in der JVA Plötzensee Offenbar mehr Häftlinge geflohen als bisher bekannt

Erst waren es vier, jetzt sind es schon neun: Jeden Tag scheint den Justizvollzugsbeamten in der JVA Plötzensee mindestens ein weiterer Häftling abhandenzukommen.

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Blick auf die Gefängnismauer und zwei Wachtürme der Justizvollzugsanstalt (JVA) Plötzensee.

Quelle: dpa

Berlin. Aus dem Berliner Gefängnis Plötzensee sind in den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr noch mehr Häftlinge geflohen als bisher bekannt. Insgesamt geht es jetzt um neun Männer, die entweder aktiv ausbrachen oder aus dem offenen Vollzug entwichen, wie Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Dienstag mitteilte.

Nun wurde bekannt, dass auch am Sonnabend und am Sonntag je ein Häftling aus dem Gefängnis in Charlottenburg floh. Um einen klassischen Ausbruch handelte es sich dabei aber nicht.

Unklar war, ob die Männer tagsüber von einem genehmigten Ausgang nicht zurückkamen oder sich heimlich aus dem Gefängnis schlichen. Die Sicherheitsmaßnahmen im offenen Vollzug, bei dem Gefangene tagsüber außerhalb der JVA arbeiten dürfen, sind bei weitem nicht so streng wie im üblichen Gefängnis.

Am Donnerstag waren vier Gefangene ausgebrochen. Einer von ihnen stellte sich am Dienstag den Behörden. Die Männer zwischen 27 und 38 Jahren flohen aus einem Heizungsraum neben der Werkstatt, in der sie arbeiteten. Mit einem Hammer zertrümmerten sie einen Betonpfosten in einer Lüftungsöffnung. Dann sägten sie die Stahlverstärkung unter dem Beton mit einem Trennschleifer durch, zwängten sich ins Freie und krochen unter dem Zaun des Gefängnisses durch. Eine Kamera, die eine Eingangspforte überwacht, filmte die Aktion. Trotzdem wurde erst später Alarm ausgelöst.

Am Freitag war bekannt geworden, dass ein weiterer Häftling nicht aus dem offenen Vollzug zurückgekehrt war. Am Montagmorgen flüchteten zwei Gefangene durch das Fenster einer Nachbarzelle. Einen von ihnen fasste inzwischen die Polizei.

Behrendt verwies darauf, dass im vergangenen Jahr allein aus dem offenen Vollzug in Plötzensee 42 Mal Häftlinge entwichen. Dabei ging es vor allem um Menschen mit sogenannten Ersatzfreiheitsstrafen, die verhängt werden, wenn jemand eine Geldstrafe nicht bezahlen kann. Oft sind das Schwarzfahrer und keine Schwerkriminellen. Auch in den Jahren davor gab es zwischen 10 und 43 „Entweichungen“.

Von dpa/RND

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Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

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