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Panorama Mysteriöser Tod von Frau in Schönberg bei Kiel: Was wir wissen – und was nicht
Nachrichten Panorama Mysteriöser Tod von Frau in Schönberg bei Kiel: Was wir wissen – und was nicht
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21:45 03.01.2019
In Schönberg bei Kiel kam eine Frau ums Leben. Nun muss geklärt werden, wie die 39-Jährige starb. Quelle: dpa
Schönberg

Tod in der Silvesternacht: Eine 39-jährige Frau aus Schönberg ist kurz nach Mitternacht vor ihrer Haustüre von einen Gegenstand getroffen worden. Sie bricht blutend zusammen. Rettungskräfte bringen sie in ein Krankenhaus nach Kiel, dort wird sie notoperiert. Wenige Stunden nach dem tragischen Vorfall in Schönberg ist die dreifache Mutter tot. Die bei einer Notoperation gefundenen Metallsplitter nähren in der Obduktion einen grausamen Verdacht: Allem Anschein nach stammen sie von einer Schusswaffe.

Tote Frau bei Schönberg in Kiel: Was wir derzeit wissen

• Die entsetzlichen Szenen spielten sich in der Silvesternacht in einer unscheinbaren Reihenhaus-Wohnsiedlung in Schönberg (Kreis Plön) ab.

• Die Goethestraße in Schönberg gehört zu einem Wohngebiet gegenüber dem VKP-Busbahnhof, dem sogenannten Dichterviertel am Ortsrand von Schönberg und besteht vorrangig aus Reihenhäusern aus den 1960er-Jahren.

• Nach Darstellung von Polizei und Staatsanwaltschaft sei die Frau kurz nach Mitternacht mit ihrem Mann auf die Straße gegangen, um das Silvester-Feuerwerk in Schönberg zu genießen. Dort wird sie am Kopf getroffen.

• Nachdem die Frau mit einer blutenden Wunde am Kopf unvermittelt zusammengebrochen war, kam sie mit einem Rettungswagen in ein Kieler Krankenhaus. Dort wurde sie sofort notoperiert.

• Bei der Not-OP wurden Metallsplitter im Kopf der 39-Jährigen gefunden. Zunächst gingen die Ermittler von einer Verletzung durch illegales Feuerwerk aus. Das wird nun ausgeschlossen.

• „Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht die Rechtsmedizin von einer Schussverletzung aus“, sagte Kiels Leitende Oberstaatsanwältin Birgit Heß nach der Obduktion.

• Die dreifache Mutter starb nach der Notoperation im Krankenhaus. Sie hinterlässt einen Mann und drei Kinder (eine siebenjährige Tochter und einjährige Zwillinge).

• Am Donnerstag befragen Beamte in Schönberg erneut Anwohner sichern Spuren am Tatort.

• Am Nachmittag soll eine Einsatz-Hundertschaft der Polizei das Wohngebiet in Schönberg absuchen. Bei ihrer Arbeit werden die Beamten vom Landeskriminalamt Hamburg unterstützt.

• Vor Ort setzen die Ermittler auch einen 3D-Scanner ein. „Dieser ermöglicht eine visuelle Darstellung des Tatorts“, sagte Polizeisprecher Matthias Felsch.

Tote Frau in Schönberg bei Kiel: Was wir nicht wissen

• Das Kaliber: Laut der Staatsanwaltschaft Kiel handelte es sich bei den gefundenen Metallsplittern um Teile eines Projektils unbekannten Kalibers. Das macht die Ermittlungen ebenso schwierig wie rätselhaft.

• Das Motiv: Die Hintergründe für die Schüsse auf die Frau in Schönberg seien noch unklar, sagt Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Auf ein Motiv für eine gezielte Tat deutet zunächst nichts hin.

• Der oder die Täter: Unklar ist, wer auf die Frau geschossen hat. „Wir sind noch in den Anfängen unserer Ermittlungen“, sagt Polizeisprecher Matthias Felsch, der aus Kiel am Donnerstag nach Schönberg gefahren ist, um den Medienvertretern Rede und Anwort zu stehen. „Die Personen im Umfeld werden befragt und wir versuchen daraus unsere Rückschlüsse zu ziehen.“

• Die Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft Kiel und die Mordkommission Kiel ermitteln auf Hochtouren. Eine heiße Spur gebe es in dem Fall noch nicht. Die Ermittlungen reichten derzeit von einem Unfall bis zu einem fahrlässigen Tötungsdelikt, so die Oberstaatsanwältin.

• Sachdienliche Hinweise: Per Zeugenaufruf wird nach weiteren Hinweisen gesucht, die die Tat in Schönberg klären soll. „Der Zeugenaufruf ist uns sehr wichtig“, sagt Oberstaatsanwältin Birgit Heß. „Es gibt bisher noch keine sachdienlichen Hinweise.“

Kripo sucht Zeugen

Die Bewohner der 6000-Einwohner-Gemeinde Schönberg sind geschockt. Und doch müssen die Ermittler auf ihre Mithilfe setzen. Denn dass jemand mit irgendeiner Art Waffe um sich geschossen haben dürfte, könnte nicht unbemerkt geblieben sein – gerade in einem Wohngebiet.

Die ermittelnde Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Kiel und die Staatsanwaltschaft Kiel setzen daher so dringend auf die Mitarbeit aus der Bevölkerung, die zwischen Mitternacht und 0.30 Uhr etwas beobachtet haben könnte.

Zeugen sollen sich bei der Kripo in Kiel unter Tel. 0431/160 3333 melden.

Von Niklas Wieczorek/RND

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