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Panorama Mönchengladbach: Bremer Neonazi nahm sich das Leben
Nachrichten Panorama Mönchengladbach: Bremer Neonazi nahm sich das Leben
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20:30 20.09.2018
Der Ort in Mönchengladbach, an dem die Leiche des Bremers gefunden wurde. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Mönchengladbach

In der Innenstadt von Mönchengladbach ist ein Toter gefunden worden. Der Leichnam wies zahlreiche Stichverletzungen auf. Die Obduktion am Donnerstag ergab laut Polizei, dass der 32-jährige Bremer Marcel K. sich das Leben genommen hat. Zunächst hatten die Ermittler ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen. Dies habe sich aber nicht bestätigt.

Bei Marcel K. handelt es sich um einen polizeibekannten Neonazi aus Bremen. Er sei Mitbegründer des radikalen Bündnisses „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa), sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

Die Hogesa-Bewegung hatte besonders im Oktober 2014 für Schlagzeilen gesorgt, als sich bei einer Kundgebung in Köln Hooligans und Neonazis Straßenschlachten mit der Polizei lieferten. Rund 50 Beamte wurden damals verletzt.

Toter war an einer Treppe entdeckt worden

Ein Passant hatte den Toten an einer Treppe entdeckt. „Die ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen am Fundort schließen ein Tötungsdelikt nicht aus“, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst mitgeteilt.

Im Internet hatte es nach der Tat Spekulationen gegeben, dass es sich um ein vorsätzliches Tötungsdelikt handeln könnte. Es gab zahlreiche Aufrufe von Sympathisanten, sich am Tatort zu versammeln und eine Mahnwache abzuhalten.

Laut Polizei verlief der „Trauermarsch“ friedlich. Es habe „keinerlei Störungen“ gegeben, sagte ein Polizeisprecherin. Nach 19.30 Uhr habe die Veranstaltung sich aufgelöst.

Von RND/dpa/das