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Panorama Lehrerin wegen Dschungelcamp-Reise vor Gericht
Nachrichten Panorama Lehrerin wegen Dschungelcamp-Reise vor Gericht
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17:14 27.03.2017
Mit der Tochter in den Dschungel: Die Mutter (kleines Bild, li.) von Kandidatin Nathalie Volk (kleines Bild, re.) war zu der Zeit krankgeschrieben. Quelle: Dpa
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Soltau/Lüneburg

Das Amtsgericht Soltau verhandelt am Montag über den Fall einer Lehrerin aus Soltau, die ihre Tochter 2016 zum RTL-Dschungelcamp nach Australien begleitet hat. Die Pädagogin war krankgeschrieben worden, nachdem sie vergeblich einen Antrag auf Urlaub eingereicht hatte.

Lehrerin drohen eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Gefängnis

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg geht davon aus, dass die 47-Jährige eine Ärztin durch falsche Angaben zu dem Attest veranlasste. Der Lehrerin drohen eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Gefängnis. Ihr wird der Gebrauch eines „unrichtigen Gesundheitszeugnisses“ vorgeworfen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Gericht hat zunächst drei Verhandlungstermine angesetzt.

Viktorija Volk wies den Vorwurf der Staatsanwaltschaft Lüneburg zurück, sie habe im Janaur 2016 einen falschen „Gelben Schein“ vorgelegt, um ihre Tochter während der Unterrichtszeit zu den Dreharbeiten nach Australien begleiten zu können.

Das Atest habe ihr wahrheitswidrig einen „Erschöpfungszustand und eine gefühlte Überforderung im Alltag bescheinigt“, hieß es in der Anklageverlesung. Der Lehrerin droht bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder ein Jahr Haft.

„Ich dachte, ich kann mich in Australien erholen“

Die Landesschulbehörde hat die Lehrerin im Januar vom Dienst suspendiert. Zuvor hatte das Amtsgericht Soltau im Dezember einen Strafbefehl von 7000 Euro gegen die Frau verhängt. „Wir haben den Strafbefehl nicht akzeptiert und Einspruch eingelegt“, sagte dazu damals ihr Anwalt Andreas Hebestreit. Man werde den Rechtsweg ausschöpfen. „Meine Mandantin war tatsächlich erkrankt“, betonte er.

Die Mathelehrerin sagte am Vormittag selbst aus. Es sei ihr um die Weihnachtszeit vor der Reise nach Australien sehr, sehr schlecht gegangen. Nach den Herbstferien habe sie zusätzliche Aufgaben übernommen. Sie habe neben dem Unterricht am Gymnasium Soltau noch Stunden an der BBS Soltau übernommenen. Sie sei überarbeitet und erschöpft gewesen. „Aber ich dachte, ich kann mich in Australien erholen.“ Australien habe ihr auch sehr gut getan.

Der Fall war durch Eltern ins Rollen gebracht worden. Sie hatten die Schulbehörde eingeschaltet, nachdem sie Bilder gesehen hatten – darauf war die Lehrerin in Australien zu sehen, obwohl sie damals krank geschrieben war.

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Von RND/HAZ/dpa

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