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Panorama Lange Staus auf A1 – und eine Entscheidung in der Millionen-Klage
Nachrichten Panorama Lange Staus auf A1 – und eine Entscheidung in der Millionen-Klage
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07:04 07.09.2018
Die A1 steht mal wieder im Blickpunkt. Quelle: dpa
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Hannover

Autofahrer müssen am Wochenende auf der A1 und der A7 erneut mit langen Staus im Raum Hamburg rechnen. Auf der A1 in Richtung Bremen wird zwischen Billstedt und Moorfleet gebaut. Von Freitagabend (20.00 Uhr) bis Montagmorgen (5.00 Uhr) werde nur einer der drei Fahrstreifen befahrbar sein, teilte die Hamburger Verkehrsbehörde mit. Auch die Überprüfung der Norderelbbrücke gehe weiter. Darum werden im Bereich der Elbquerung am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag nur zwei von drei Fahrspuren in beiden Richtungen zur Verfügung stehen. Es sei mit erheblichen Behinderungen zu rechnen, hieß es. Bereits am vergangenen Wochenende hatte es wegen der Brückenprüfung und Bauarbeiten bis zu 18 Kilometer lange Staus auf der A1 gegeben.

Millionenklage vor dem Abschluss

Im Fall der Millionenklage des Autobahnbetreibers A1 mobil gegen den Bund gibt das Landgericht Hannover am Freitag (8.45 Uhr) seine Entscheidung bekannt. Zuvor schlug das Gericht einen Vergleich vor - demnach sollen statt fester Beträge künftig prozentuale Anteile an den Einnahmen aus der Lkw-Maut an den Bund fließen. Die Finanzierungslücke der privaten Betreibergesellschaft solle aus einer Finanzspritze gedeckt werden, zu der das Konsortium und der Bund je zur Hälfte beitragen sollten. Vertreter des Bundes reagierten skeptisch.

Das Konsortium betreibt einen 65,5 Kilometer langen Abschnitt der A1 zwischen Hamburg und Bremen. Zwischen 2008 und 2012 wurde dieser Abschnitt auf einer Länge von 72,5 Kilometern sechsspurig ausgebaut.

Bereits im vergangenen Jahr hatte A1 mobil die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Land Niedersachsen, auf Zahlung von 778 Millionen Euro verklagt. A1 mobil wird aus den Mauteinnahmen, wovon der Bund einen festgeschriebenen Anteil behält, finanziert. Das Vergütungsmodell sah einen kontinuierlichen Anstieg des Lkw-Verkehrs vor. Allerdings brach der Lkw-Verkehr nach Angaben von A1-mobil-Geschäftsführer Ralf Schmitz in der Finanz- und Wirtschaftskrise auf der Strecke um über 20 Prozent ein.

Von RND/dpa

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