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Panorama Kriminalfall Birgit Meier klärt sich nach 28 Jahren
Nachrichten Panorama Kriminalfall Birgit Meier klärt sich nach 28 Jahren
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15:51 02.10.2017
Wolfgang Sielaff gab die Suche nach seiner vermissten Schwester nie auf. Quelle: dpa
Lüneburg

Im Kriminalfall der vor 28 Jahren spurlos verschwundenen Birgit Meier aus dem Landkreis Lüneburg haben Ermittler Knochenreste der damals 41-Jährigen gefunden. Wie die Hamburger Polizei am Montag bestätigte, wurden die menschlichen Überreste auf dem Grundstück eines lange verdächtigten Bekannten entdeckt. Zuerst hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet. Das Haus steht in einem Randbezirk von Lüneburg unweit von Adendorf.

Der Tatverdächtige ist seit mehr als 20 Jahren tot. Der damals 40 Jahre alter Friedhofsgärtner, der mit der Frau bekannt war, soll sie in seine Gewalt gebracht haben. Er beging 1993 Selbstmord, als er wegen anderer Vorwürfe in Haft saß. Doch der Bruder von Meier und ehemalige Leiter des Landeskriminalamts Hamburg, Wolfgang Sielaff, gab nie auf und ermittelte privat weiter. Mit Erlaubnis der Eigentümer untersuchte er das Haus in einem eher gediegenen Wohnviertel erneut. Er will sich nach dem Fund nicht in der Öffentlichkeit äußern.

Suche über „Aktenzeichen XY-ungelöst“ bringt keinen Erfolg

Angehörige hätten am Freitag die Knochen gefunden, teilte Sprecher Mathias Fossenberger von der Polizeidirektion Lüneburg am Montag dazu mit. Die daraufhin alarmierten Polizeibeamten und Rechtsmediziner hätten die Gebeine anschließend geborgen. „Nach dem vorläufigen Befund der Rechtsmedizin Hamburg ist insbesondere mit Abgleich des seinerzeit ermittelten Zahnstatusses davon auszugehen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste von Frau Meier handelt“, sagte Fossenberger. „Die abschließende Verifizierung durch eine DNA-Analyse wird in den kommenden Tagen erwartet.“

Die Ehefrau eines Unternehmers war im August 1989 in Brietlingen-Moorburg verschwunden. Tagelange Suchaktionen mit Hubschraubern und Hundestaffeln sowie Booten der Feuerwehr auf dem Elbe-Seitenkanal nach der Leiche blieben erfolglos. Zwei Wochen später wurde ihr Ausweis in einem Berg von Briefsendungen im Hamburger Hauptpostamt gefunden, das machte den Fall noch mysteriöser. Nach Birgit Meier wird seinerzeit auch in der ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY-ungelöst“ gesucht, ohne Erfolg.

Mögliche Verbindung zu den „Göhrde-Morden“

Die Polizei hatte den Fall 2015 komplett neu aufgerollt und dabei auch umfangreiche Suchmaßnahmen gestartet, auch in der unmittelbaren Umgebung des jetzigen Fundortes. Wegen der früheren Tätigkeit des Friedhofsgärtners wurden auch mehrere Gräber in Lüneburg geöffnet. Früh schon hatte der Mann im Fokus der Ermittlungen gestanden. Eine DNA-Spur brachte dann im Herbst 2016 nach langer Zeit Gewissheit. Spuren auf einer damals im Haus des Tatverdächtigen sichergestellten Handfessel führten zur Lösung des Falls. Die DNA stimmte mit höchster Wahrscheinlichkeit mit der von Birgit Meier überein.

Der Friedhofsgärtner könnte zahlreiche weitere Morde an Frauen nicht nur im Raum Lüneburg begangen haben, wie Zeitungen schon früher berichteten. Die Polizei untersuchte auch mögliche Verbindungen zu den ungeklärten „Göhrde-Morden“. Dabei waren 1989 östlich von Lüneburg zwei Paare getötet worden. „Mir ist derzeit keine Verbindung zu den ’Görde-Morden’ bekannt“, sagte dazu Fossenberger am Montag.

Von RND/dpa

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