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Panorama Krebskranke heiratet auf dem Sterbebett
Nachrichten Panorama Krebskranke heiratet auf dem Sterbebett
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14:00 02.01.2018
„Sie kam mir vor wie eine Marathonläuferin, die es gerade noch durchs Ziel schaffte“: Das Ehepaar Heather und David Mosher während der Trauung im Krankenhaus. Quelle: Facebook
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Hartford/Hannover

Ihr Ehegelöbnis hat gehalten – bis dass der Tod sie scheidet. Der Tod aber kam in diesem Fall viel zu schnell.

Die US-Amerikanerin Heather Lindsey (31) hat auf dem Sterbebett ihrem Verlobten das Eheversprechen gegeben. Nur 18 Stunden später starb die unheilbar krebskranke Frau.

Zum Jahreswechsel rührten jetzt Bilder dieser ungewöhnlichen Hochzeit Menschen in der ganzen Welt. Heather, mit einer Perücke auf ihrem kahlen Kopf, im weißen Brautkleid, mit Brautstrauß im Schoß und Atemmaske vor dem Gesicht hebt vor Freude die Arme, als wolle sie sagen: Geschafft! Nur mit Mühe habe die Braut das Gelöbnis sprechen können, berichten amerikanische Medien. Es sollen ihre letzten Worte gewesen sein.

„Du hast dir deine Engelsflügel verdient“

Ehemann David Mosher, gekleidet im schwarzen Anzug, steht an ihrem Krankenbett und holt aus einem Schmuckkästchen den Ring, den er seiner Ehefrau an den Finger stecken wird. Im Hintergrund hat sich in der kleinen Kapelle des St.-Francis-Krankenhauses in Hartford, Connecticut, die Hochzeitsgesellschaft versammelt. Unter dem beeindruckenden Foto schreibt die Trauzeugin Christina Lee auf Facebook: „Du hast dir deine Engelsflügel verdient.“

Es ist der 23. Dezember 2016, der ihr Leben verändert, ein schicksalhaftes Datum für das junge Paar. Heather erhält die Diagnose Brustkrebs, zeitgleich macht David ihr einen Heiratsantrag.

„Sie wusste nicht, dass ich ihr einen Antrag machen wollte“

„Sie wusste nicht, dass ich ihr an diesem Tag einen Antrag machen wollte“, berichtet er, „aber ich habe mir damals gesagt, dass sie wissen soll, dass sie da nicht allein durch muss.“ Kurz darauf kommt die bedrückende Nachricht dazu, dass die junge Frau an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt ist.

„Unser Leben drehte sich fast nur um den Krebs“, sagt Mosher im Interview mit einem lokalen Fernsehsender in Hartford. Es folgen schwere Monate. Im September 2017 erfährt die durch Chemotherapien geschwächte Patientin, dass der Krebs gestreut und sich im Kopf bereits Metastasen gebildet haben. Die Überlebenschancen stehen schlecht – ihre Zeit läuft ab, keiner weiß genau wann.

„Sie kam mir vor wie eine Marathonläuferin“

„Sie war stark. Jede andere hätte schon lange aufgegeben. Sie kam mir vor wie eine Marathonläuferin, die es gerade noch durchs Ziel schaffte“, sagt der Witwer.

Eigentlich sollte die Hochzeit erst zum Jahreswechsel 2017/2018 stattfinden. Doch die Ärzte rieten den beiden, den Termin vorzuziehen: Keiner wusste, wie lange sie noch durchhält.

So fand, wie erst jetzt berichtet wurde, die Zeremonie zwei Tage vor Weihnachten statt. Den Heiligen Abend erlebte die 31-Jährige schon nicht mehr.

„Wir waren von da an einfach unzertrennlich“

„Ich wusste, dass wir zum letzten Mal als Liebende zusammen sein würden“, sagt der verwitwete Bräutigam später dem Sender WFSB in einem Interview. Dort erzählt David Mosher auch, dass sich die beiden vor zweieinhalb Jahren in einem Tanzkurs kennengelernt haben. „Wir waren von da an einfach unzertrennlich.“

Von hma/sind/RND

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