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Panorama Keira Knightley: „Ich drehe keine Nacktszenen“
Nachrichten Panorama Keira Knightley: „Ich drehe keine Nacktszenen“
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21:00 28.02.2019
Schön, erfolgreich und mit einem Faible für Deutschland: Die britische Schauspielerin Keira Knightley (33). Seit „Kick It Like Beckham“ ist sie eine der bestbezahlten Hollywoodstars. Quelle: Joel C Ryan/AP

In „Niemandsland – The Aftermath“ spielen Sie die gleichsam schöne wie zerbrechliche Rachael, die sich als verheiratete Frau in einen anderen Mann verliebt. Täuschen wir uns – oder ist es die schärfste Sex-Szene, die Sie je gespielt haben?

Ja, das ist eine optische Täuschung. Ich drehe grundsätzlich keine Nacktszenen. Was Sie gesehen haben, war ein Double. Ich kann mein Double selbst aussuchen und der letzte Schnitt der Sexszenen muss von mir abgesegnet werden. Ich kann mit dem Regisseur diskutieren, ob es überhaupt eine Nacktszene in dem Film gibt, und kann sagen, wenn es keine geben soll.

Und wie haben Sie es in „Niemandsland“ gehalten?

Ich habe die Szene genehmigt – ebenso wie meinen Körper, der nicht mein Körper ist. (lacht). Mein Gott, was habe ich für schöne Brustwarzen.

Rachael hasst alle Deutschen. Und im nächsten Moment hat sie heißen Sex mit einem deutschen Mann. Glauben Sie, dass es so etwas im wahren Leben geben könnte?

Freud würde sagen, dass so etwas ständig passiert. Also glaube ich das auch.

Sex ist eine Sache, Kommunikation von Gefühlen ist eine andere. Den Männern der Kriegsgeneration mangelte es daran, ihre Gefühle ausdrücken zu können. Haben Sie persönlich Männer getroffen, die dazu nicht in der Lage sind?

Man nannte sie die ,stille Generation‘. Habe ich solche Männer erlebt? (Mit Ironie in der Stimme) Oh Shit, noch nie!

Zur Person: Keira Knightley

Geboren: 26. März 1985

Aufgewachsen: Teddington/ Middlesex (Großbritannien)

Familienstand: Keira Knightley ist seit 2013 mit James Righton, Keyboarder der Klaxons, zusammen, sie haben eine gemeinsame Tochter.

Karriere: Die Liste der Filme, in denen sie mitgespielt hat, ist lang. Bereits mit acht Jahren stand sie für die TV-Produktion „Royal Celebration“ in einer kleineren Rolle zum ersten Mal vor der Kamera. 1994 folgte eine Rolle in dem Film „Eine unerhörte Affäre“. Sie spielte in „Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“ eine kleine Rolle als Sabé, ein Lockvogel von Amidala. 2002 gelang ihr mit „Kick It Like Beckham“ der endgültige Durchbruch und zugleich auch die Ehrung mit der Golden Wave als beste Schauspielerin und britische Newcomerin des Jahres 2003. Seit dem Dreiteiler „Fluch der Karibik“ zählt Knightley in Hollywood zu den am besten verdienenden Schauspielerinnen.

Jetzt kommt ihr Film „Niemandsland – The Aftermath“ in die Kinos – in Deutschland ab 4. April.

Sie haben oft Frauen gespielt, die aus ihrer „typischen“ Rolle ausgebrochen sind. Mit Absicht?

Damit habe ich mich immer tief verbunden gefühlt. Das geht zurück bis zu ,Bend It Like Beckham‘. Die Story, in der Mädchen Fußball spielen. Obwohl sie ja eigentlich nicht Fußball mögen sollten.

Werden Männer und Frauen mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen?

Generell wird gesagt, dass Geschichten über Frauen nicht gehaltvoll sind wie die über Männer. Aber wenn ein Mann wirklich gut darin ist, eine weibliche Figur zu schreiben, dann sieht man ihn als Genie an. Schreibt eine Frau eine gelungene weibliche Figur, dann heißt es, ,das ist autobiografisch‘.

Sie haben früher einmal Ärger in der Schule bekommen, weil Sie eine Freundin geküsst haben. War das Rebellion?

Ich war damals 15, 16. Es war beim Schulball. Unter Ballons. Da hat jeder jeden geküsst. Aber weil es bei uns zwei Mädchen waren, wurde das Bild als unpassend angesehen und nicht wie all die anderen gezeigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas heutzutage in England passieren würde. Ich weiß nicht, ob in anderen Ländern.

Woher kommt Ihre Freizügigkeit?

Meine Mutter hat Protestmärsche in Schottland organisiert, weil es in Schottland damals Gesetze gegen Homosexualität gab. Ich war immer von Politik umgeben.

Was wissen Sie über den Zweiten Weltkrieg und dessen Ende?

Ich habe Filme gesehen und ausgiebig darüber gelesen. Aber ich wusste nichts über das ,Nachspiel‘. Ich wusste nichts darüber, wie Deutschland, wie Europa wiederaufgebaut wurde. Und wie jene Generation etwas schuf, was uns die längste Friedensperiode beschert hat, die wir je gekannt haben.

Sie haben in Hamburg gedreht, dann kommt bald auch „I Love Berlin“ mit Ihnen heraus …

… ich habe auch in Köln gearbeitet. Liebe die Stadt. Berlin habe ich oft besucht. Deutschland ist toll. Ich glaube, was wir Engländer mit den Deutschen gemein haben, ist der Humor.

Hatten Sie Ihre Tochter mit bei den Dreharbeiten?

Ja, aber sie war damals erst 18 Monate alt. Wir haben zusammen Currywurst gegessen. Fanden wir beide sehr lecker.

Hat die Mutterschaft einen Einfluss auf Ihren Beruf gehabt?

Die emotionellen Szenen fallen leichter. (Lächelt) Denn mit einem Baby hat man ein solches Schlafdefizit, dass einem schnell die Tränen kommen. Nein, im Ernst, das Kind hat mein ganzes Leben verändert. Es hat geändert, wie ich die Welt sehe.

Wie sehen Sie den Brexit?

Wir in England denken, dass da ein großes Ding auf uns zukommt und wir nichts daran ausrichten können. Man kann nicht dauernd Angst vor etwas haben, von dem man nicht weiß, was es ist. Es sieht so aus, als ob wir uns weiter auf unseren Abgrund zubewegen. Ich frage mich, wie ich an einen europäischen Pass kommen könnte.

Mal angenommen, Sie würden in ein anderes Land ziehen, was würden Sie mitnehmen, das einen gefühlsmäßigen Wert für Sie hat?

Nichts. Weil ich nichts habe. Einbrecher haben mein Haus leer geräumt, als ich 22 oder 23 war. Es waren vor allem Juwelen, die man mir zum 21. Geburtstag geschenkt hatte, und was mir meine Großmutter hinterlassen hatte. Ich habe nichts ersetzt, weil ich mir gedacht habe: „Wenn etwas verschwindet, dann war es so gewollt.“

Von Dierk Sindermann/RND

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